Thailand: Songkran 154 Verkehrstote

70 Prozent der Unfälle passieren mit Motorrädern – und jetzt wird sogar das Stehen auf dem Pickup und Wasserpistolen mit Hochdruck ins Visier genommen 🚨 Warum?

Thailand: Songkran 154 Verkehrstote
ThaiRath

BANGKOK, THAILAND – In den ersten vier Tagen der „Sieben gefährlichen Tage“ rund um Songkran 2026 (10.–13. April) wurden landesweit 154 Todesfälle und 755 Unfälle registriert. Am vierten Tag allein starben 51 Menschen; Hauptursachen waren überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol am Steuer, am häufigsten verunglückten Motorradfahrer.

Bilanz am 4. Tag der Songkran-Kampagne

Das thailändische Zentrum für Verkehrssicherheit (ศปถ.) stellte am 14. April um 10.30 Uhr beim Department of Disaster Prevention and Mitigation (DDPM/ปภ.) die Zahlen für den 13. April 2569 vor.

Demnach gab es am 4. Tag 237 Unfälle mit 224 Verletzten und 51 Todesopfern.

Hauptursachen: Tempo und Alkohol

Als häufigste Unfallursache wurde zu schnelles Fahren genannt (41,77 Prozent), gefolgt von Trunkenheit am Steuer (27,43 Prozent).

Die Behörden betonten, dass die konsequente Durchsetzung der Verkehrsregeln während der Feiertage weiter verschärft werden soll.

Motorräder besonders betroffen

Bei den beteiligten Fahrzeugen lagen Motorräder mit 70,93 Prozent deutlich an der Spitze.

Die meisten Unfälle ereigneten sich auf geraden Strecken (75,53 Prozent) und auf Straßen in Tambon-Verwaltungsgebieten bzw. in Dörfern (36,29 Prozent).

Wann und wer besonders häufig verunglückt

Der unfallträchtigste Zeitraum lag zwischen 15.01 und 18.00 Uhr (20,25 Prozent).

Die meisten Verletzten und Todesopfer wurden in den Altersgruppen 20–29 und 30–39 Jahre erfasst (je 17,82 Prozent).

Hotspots und Provinzen mit den meisten Opfern

Die meisten Unfälle am 13. April wurden in Chumphon und Chiang Rai gemeldet (je 12 Fälle), die meisten Verletzten in Chumphon (13 Personen).

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Die meisten Todesfälle am Tag verzeichneten Pathum Thani und Loei (je 4), während Bangkok in der Vier-Tage-Summe die meisten Todesopfer meldete (8).

Zwischenbilanz nach vier Tagen: 755 Unfälle, 154 Tote

Kumuliert über die ersten vier Tage (10.–13. April) wurden 755 Unfälle, 705 Verletzte und 154 Todesfälle registriert.

Die meisten Unfälle und Verletzten in der Summe entfielen auf Lampang (33 Unfälle, 34 Verletzte).

„Tag der Familie“: Fokus auf Wasserfest-Zonen und Touristenorte

Da der 14. April als „Tag der Familie“ gilt und viele Menschen Verwandte besuchen, Tempel aufsuchen oder in ausgewiesenen Bereichen Songkran feiern, ordnete das ศปถ. verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in Spielzonen (Zoning) und an touristischen Orten an.

Besonders im Blick: riskantes Verhalten wie Sitzen oder Stehen auf Pick-up-Ladeflächen, der Einsatz von Hochdruck-Wasserpistolen sowie der Verkauf von Alkohol in Veranstaltungsbereichen; zudem soll der Verkauf alkoholischer Getränke an Jugendliche strikt unterbunden werden.

Kontrollen vor Ort: „Community-“ und „Family-Checkpoints“

Zur Prävention sollen „dän chumchon“ (Gemeinschafts-Checkpoints) und „dän khropkhrua“ (Familien-Checkpoints) genutzt werden, um riskantes Verhalten wie Alkohol am Steuer, fehlende Schutzausrüstung und unsichere Motorräder frühzeitig zu stoppen.

Wer Warnungen ignoriert, soll laut Anweisung in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei konsequent angezeigt werden, um zu verhindern, dass Risikofahrer überhaupt aus den Veranstaltungsbereichen herausfahren.

Rückreiseverkehr Richtung Bangkok: Stau vermeiden, Müdigkeit verhindern

DDPM-Chef Thiraphat Kachamat erklärte, das Verkehrsaufkommen bleibe hoch – sowohl durch Songkran-Ausflüge als auch durch Menschen, die bereits vorzeitig nach Bangkok oder an ihren Wohnort zurückkehren, um Staus am Folgetag zu umgehen.

Behörden sollen den Verkehr insbesondere auf Hauptstrecken und in Baustellenbereichen steuern, geeignete Kontroll- und Servicepunkte einrichten und Maßnahmen gegen Sekundenschlaf sowie Auffahrunfälle verstärken.

Öffentliche Verkehrsmittel: Null Promille und Pflichtpausen

Die Provinz-Transportämter wurden angewiesen, die Sicherheit aller Arten öffentlicher Verkehrsmittel zu überprüfen sowie die Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Fahrpersonal nach mehreren Betriebstagen sicherzustellen.

Für Fahrer gilt: Alkoholwert muss bei null liegen, keine Drogen oder psychotropen Substanzen; außerdem wird empfohlen, mindestens 30 Minuten Pause nach jeweils vier Stunden Fahrt einzulegen und die vorgesehenen Checkpoints anzufahren.

Notfallkontakte: Hilfe rund um die Uhr

Wer einen Unfall erlebt oder beobachtet, kann dies laut Behörden rund um die Uhr über die Hotline 1784 melden.

Zusätzlich steht Line über „ปภ.รับแจ้งเหตุ1784“ zur Verfügung, erreichbar durch Hinzufügen der Line-ID @1784DDPM.

Deine Meinung

Sollten während Songkran härtere Strafen für Raser und Alkohol am Steuer gelten – oder braucht es vor allem mehr Prävention und Kontrollen in den Feier-Zonen?

Wie erlebst du Songkran im Straßenverkehr: Sind die Maßnahmen ausreichend, und wo siehst du die größten Risiken (Motorräder, Pick-ups, Rückreiseverkehr)? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Thairath

Ein Kommentar zu „Thailand: Songkran 154 Verkehrstote

  1. Es ist schon irgendwie schräg wenn Medien(evtl. Behörden) immer ausgerechnet zur Songkran Zeit die Unfälle und Verkehrstoten in Zahlen aufzählen (die tödlichen 7-Tage), während man den Rest des Jahres wenig hört, außer man sucht gezielt nach Daten. Wenn man bedenkt das 2024 (davor noch schlimmer) über 10.000 Menschen getötet und über 600.000 verletzt wurden, sind diese Songkran Zahlen Augenwischerei. Man versucht hier sein Unfallproblem (Verkehrssicherheitsprobelm) dem Hightlight des Jahres „Songkran“ als Ursache in die Schuhe zu schieben. Was an sich schon verwerflich ist. Es ist ein tägliches Dauerproblem und es bleibt ein Mentaltitäsproblem.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Antworte auf den Kommentar von Holger S. Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert