Songkran-Grapscher in Bangkok festgenommen

Songkran-Übergriff im Gedränge: Als die Reporterin ihren Presseausweis zeigte, wurde der Mann plötzlich aggressiv – was passierte dann?

Songkran-Grapscher in Bangkok festgenommen
KhaoSod, ThaiExaminer

BANGKOK, THAILAND – Während des Songkran-Festes in Pathum Wan wurde ein ausländischer Tourist festgenommen, nachdem er einer Reporterin im Gedränge an den Po gefasst haben soll. Der Vorfall löste erneut Debatten über Grenzen, Einwilligung und harte Strafen bei sexuellen Übergriffen während der Feierlichkeiten aus.

Vorfall auf der Rama-IV-Road mitten im Songkran-Trubel

Am Montag, dem 13. April 2026, kam es gegen 16.30 Uhr auf der Rama IV Road im Bezirk Pathum Wan (Zentral-Bangkok) zu einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff während laufender Songkran-Feiern.

Die Straßen waren laut Polizei dicht gefüllt, überall wurde mit Wasser gefeiert, und Medien berichteten live aus der Menge.

Reporterin berichtet: Griff an das linke Gesäß im Gedränge

Nach Angaben der Polizei soll der Mann der Reporterin an das linke Gesäß gefasst haben, als sie sich durch die Menge bewegte und Updates auf ihrem Handy tippte.

In der eng gedrängten Festival-Situation seien Bewegung und Sicht eingeschränkt gewesen, was die Situation zusätzlich unübersichtlich machte.

Mutige Konfrontation vor Ort: „Warum greifst du jemandem an den Po?“

Die Reporterin drehte sich laut Bericht sofort um, sah den Mann an sich vorbeigehen und stellte ihn direkt auf der Straße vor Umstehenden zur Rede.

Sie fragte ihn zunächst auf Englisch, woher er komme; er antwortete „I’m from Bangkok“, woraufhin sie auf Thai nachsetzte und ihn fragte, warum er jemandem an den Po fasse.

Presseausweis gezeigt, Situation eskaliert kurzzeitig

Die Reporterin hielt anschließend ihren Presseausweis hoch, um zu zeigen, dass sie als Journalistin im Einsatz war.

Laut ihrer Aussage wurde der Verdächtige nach dem Anblick des Ausweises sichtbar aufgebracht und bewegte sich in einer von ihr als bedrohlich beschriebenen Weise auf sie zu.

Polizei greift ein und nimmt Verdächtigen im Festivalbereich fest

Ein in der Nähe eingesetzter Polizist reagierte nach Hilferufen und schritt ein, bevor die Auseinandersetzung weiter eskalieren konnte.

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Polizeisergeant Dulyawat Chomchuen, der dort Verkehrsdienst hatte, hielt den Mann fest; Beamte der Polizeiwache Pathumwan übernahmen ihn kurz darauf und führten ihn zur weiteren Bearbeitung ab.

Identität und Aussage des Verdächtigen: Tourist bestreitet Vorwurf

Die Polizei nannte den Verdächtigen „Mr. Methasit“ (Nachname nicht veröffentlicht) und sprach von einem Verdacht auf eine „unzüchtige Handlung“ an einem öffentlichen Ort während eines stark besuchten Festes.

Später wurde bestätigt, dass es sich um einen 40-jährigen weißen, kaukasischen Ausländer und Touristen handelt, der die Vorwürfe bestritt und laut Bericht gegenüber der Polizei angab, bald in seine Heimat zurückkehren zu wollen.

Justiz warnt Songkran-Besucher: Kein Fest ohne Verantwortung

Unabhängig vom konkreten Fall veröffentlichte die Justiz eine deutliche Warnung zum Verhalten während Songkran: Das Fest sei traditionell und landesweit, doch es gebe keine „stillschweigende Zustimmung“ zu körperlichem Kontakt.

Suriyan Hongvilai, Sprecher der Justiz, betonte, dass Wasser- und Puderaktionen nur im Rahmen zulässig seien und jede Berührung ohne Einwilligung strafrechtliche Folgen haben könne.

Strafrahmen nach thailändischem Recht: Bis zu 10 Jahre Haft möglich

Der Sprecher verwies auf Abschnitt 278 des Strafgesetzbuchs, der „unzüchtige Handlungen in der Öffentlichkeit“ erfasst und je nach Umständen Strafen von bis zu 10 Jahren Haft, Geldstrafen bis zu 200.000 Baht oder beides vorsieht.

Bei Taten gegen Minderjährige seien die Strafen deutlich höher; zudem könne Zwang oder Gewalt die Strafandrohung auf bis zu 15 Jahre Haft und Geldstrafen bis zu 300.000 Baht erhöhen.

Hintergrund: Berichte über Konflikte in Phuket und Pattaya

Die Warnung der Justiz erfolgte auch vor dem Hintergrund von Berichten über Konflikte und Gewalt in Phuket und Pattaya, die im Zusammenhang mit ausländischen Touristen und enthemmtem Verhalten während Songkran stehen sollen.

Die Behörden machen dabei deutlich, dass Festivalstimmung keine Rechtfertigung ist und Fehlverhalten konsequent verfolgt werden kann.

Deine Meinung

Wie sollte Thailand deiner Ansicht nach bei Songkran für mehr Sicherheit sorgen: mehr Polizeipräsenz, strengere Kontrollen in Hotspots oder vor allem Aufklärung über Einwilligung und Grenzen?

Schreib uns in die Kommentare, ob du ähnliche Situationen erlebt hast und welche Regeln oder Maßnahmen du für sinnvoll hältst, damit Feiern und Respekt zusammengehen.

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Quelle: Thai Examiner

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