Thailands knallharte Ausländer-Jagd: Neue Regeln stoppen illegale Einreise

Illegale Arbeiter und Schein-Studenten stehen vor dem Aus. Die Behörden starten eine landesweite Razzia-Welle gegen Kriminelle und Visa-Betrüger. Werden die extremen Sicherheitsvorkehrungen jetzt die Einreise für alle Touristen kippen?

Thailands knallharte Ausländer-Jagd: Neue Regeln stoppen illegale Einreise
PRD

BANGKOK, Thailand – Das Thai Immigration Bureau hat die Sicherheitskampagne „No Entry, No Stay, No Escape“ gestartet, um grenzüberschreitende Kriminalität, Online-Betrug und Visamissbrauch rigoros zu bekämpfen. Die Behörden machen Schluss mit nachsichtigen Einreisepraktiken und setzen auf digitale Kontrollen und verstärkte Razzien – mit spürbaren Folgen für Reisende, Studenten und illegale Arbeitskräfte.

Härtere Kontrollen statt lockerer Einreise

Das Thai Immigration Bureau kündigt einen harten Kurs an: striktere Einreisekontrollen, gezielte Prüfungen und verstärkte Überwachung sollen Missbrauch stoppen.

Die Kampagne richtet sich ausdrücklich gegen organisierte Callcenter-Netzwerke, Visa-Missbrauch und Personen, die Thailand als Basis für illegale Geschäfte nutzen.

APPS blockiert schon vor dem Boarding

Thailand setzt das digitale APPS-System ein, um Reisende bereits vor dem Flug zu überprüfen und zu blockieren.

Nach Angaben der Behörden stehen 169.506 Personen in der APPS-Blackliste, und 29.490 Ausländern wurde bei der Einreise die Einreise verweigert – etwa wegen unzureichender Mittel, fehlender Reisepläne oder verdächtiger Visa-Runs.

Studenten- und Freiwilligenvisa werden entzogen

Die Behörden kündigten an, gegen Visamissbrauch bei Studenten- und Freiwilligenvisa rigoros vorzugehen.

668 sogenannte „Fake-Studenten“-Visa wurden nach Angaben der Einwanderungsbehörde widerrufen, weil Inhaber dem Unterricht fernblieben, um illegal zu arbeiten oder geschäftlich tätig zu sein.

Razzien mit Big Data und örtlicher Polizei

Immigrationsdaten werden laut Behörden mit der lokalen Polizei verknüpft, um gezielte Überraschungsrazzien durchzuführen.

Insgesamt wurden landesweit 190 Hochrisikozonen durchsucht, die Auswahl erfolgte nach Angaben der Einwanderungsbehörde anhand digitaler Analysen.

Chonburi führt die Operationen an

Die Provinz Chonburi, zu der Pattaya gehört, liegt vorn bei den Zieloperationen und verzeichnet 147 Einsätze.

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Auf den Listen folgen laut Behörden Chiang Mai und Phuket als weitere Brennpunkte der Kontrollen und Razzien.

Festnahmen, Abschiebungen und die Botschaft an Besucher

Nach Behördenangaben wurden 14.161 Personen, darunter Überzieher und illegal Arbeitende, festgenommen und für Abschiebungen bearbeitet; dies ist Teil der zentralen Maßnahme gegen illegale Beschäftigung.

Personen, die auf der Blacklist stehen, werden bereits vor dem Flug nach Thailand blockiert. Thailand bekräftigt, echte Besucher, Touristen und Arbeiter weiterhin willkommen zu heißen.

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Quelle: Pattaya Mail

2 Kommentare zu „Thailands knallharte Ausländer-Jagd: Neue Regeln stoppen illegale Einreise

  1. Groß aufregen oder gar überraschen kann einen das doch jetzt nicht wirklich, oder? Dass eine mit bewusst nationalistischen Parolen an die Macht gekommene Partei namens „Stolz der Thais“ (Bhumjaithai) unter Anutin, einen dazu noch ausgemachten Freund der Farangs, die schon sehr lange gegebenen Gesetze ausreizt, kann doch wirklich nicht verwundern. Die Uhr für visabefreite Touristen hat, bzw. wird man ein paar Jahre wieder zurückdrehen und nun geht es Ausländern eben aus dem, sagen wir mal „Graubereich“ an den Kragen. Als nächstes sind die mit Familienvisa dran. Und dann kommt die angekündigte, angeblich bis August als große Reform des Visa- und Aufenthaltsrechtes. Dann und erst dann sollte man vermutlich wirklich Grund zum jammern und wehklagen haben.

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