Drogenhandel und Overstay: Chinese fliegt raus

Nach der Razzia in einem Hotel in Nonthaburi droht dem festgenommenen Chinesen die Abschiebung und eine dauerhafte Sperre für Thailand.

Drogenhandel und Overstay: Chinese fliegt raus
Matichon

NONTHABURI – Die thailändische Einwanderungsbehörde zieht bei einem chinesischen Beschuldigten die Reißleine. Nach einer Hotel-Razzia in Nonthaburi beantragt sie den sofortigen Visums-Widerruf und die Aufnahme auf die schwarze Liste.

Visums-Widerruf und Einreisesperre für Chinesen

Der 33-jährige Liu Chao soll Thailand bald nicht mehr betreten dürfen. Die Einwanderungsbehörde bereitet die Aufnahme des Chinesen in die Liste unerwünschter Personen vor.

Zugleich läuft der Antrag auf Widerruf seiner Aufenthaltserlaubnis. Die Beamten wollen damit verhindern, dass er nach einer möglichen Strafe erneut im Land Fuß fasst.

Nur einer von vier Festgenommenen

Liu Chao war einer von vier Beschuldigten, die bei einer Durchsuchung eines Hotels im Bereich Ngamwongwan ins Netz gingen. Die drei weiteren Festgenommenen stammen aus Myanmar.

Eine Operation der Zentralen Ermittlungsbehörde und der Kriminalpolizei hatte zu den Festnahmen geführt. Den Männern wird eine Reihe von Verstößen vorgeworfen.

Drogenvorwürfe und illegaler Aufenthalt

Neben illegaler Einreise und Überschreitung der Aufenthaltsdauer geht es auch um Rauschgift. Die Polizeistation Rattanathibet wirft den Beschuldigten Besitz und Verkauf von Ketamin vor.

Alle vier Personen sitzen in Haft. Die Einwanderungsbehörde unterstützt die Ermittler der örtlichen Polizei bei der Datenüberprüfung der ausländischen Verdächtigen.

Polizei dementiert Casino- und Scammer-Gerüchte

Anders als ursprünglich berichtet, sehen die Beamten derzeit keine ausreichenden Beweise für ein illegales Casino oder ein Scammer-Netzwerk. Die Polizeistation Rattanathibet stellte das ausdrücklich klar.

Die gesammelten Beweise reichen demnach nicht für eine Anklage wegen der Organisation von Glücksspiel oder technologischer Kriminalität. Der Verdacht hatte sich im Zuge der ersten Meldungen verbreitet.

2023 gab es schon eine Razzia an derselben Adresse

Der Ort ist für die Behörden kein unbeschriebenes Blatt. Bereits vor rund drei Jahren stürmten Einwanderungsbeamte das Hotel und nahmen über 40 Personen fest.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Nach dieser Razzia schloss das Hotel für Renovierungsarbeiten. Anschließend wurde es offenbar erneut zum Treffpunkt für eine ausländische Gruppe, die nun als „Grauzonen-Kapital“-Netzwerk eingestuft wird.

Abschiebung der myanmarischen Beschuldigten läuft

Für die drei Männer aus Myanmar läuft das Abschiebeverfahren. Die Einwanderungsbehörde verfährt nach dem Einwanderungsgesetz von 1979 und prüft ebenfalls eine Einreisesperre.

Sie werden wegen illegaler Einreise und Aufenthalt ohne Erlaubnis aus dem Königreich gebracht. Auch gegen sie laufen die strafrechtlichen Ermittlungen wegen der Drogenvorwürfe weiter.

Immigration Bureau verschärft den Druck

Polizeigeneralleutnant Panumas Boonlum, Kommandeur des Immigration Bureau, hat alle Einheiten zu schärferen Kontrollen angewiesen. Der Fokus liegt auf grenzüberschreitender Kriminalität und sogenannten Grauzonen-Gruppen.

Lesen Sie auch: Razzia in Sukhumvit Soi 4: Fünf Ausländerinnen festgenommen

Die Behörde betont, dass Thailand zwar Touristen und Investoren willkommen heiße, aber keine Basis für Straftaten dulde. Wer gegen das Gesetz verstoße, müsse mit entschlossenem Durchgreifen rechnen.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Matichon

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.