BANGKOK – In der Nacht zum 25. Juli 2026 haben Polizei, Einwanderungsbehörde und die Abteilung für Frauenangelegenheiten und Familienentwicklung in der Sukhumvit Soi 4 fünf ausländische Personen festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, auf offener Straße gegen das Prostitutionsgesetz verstoßen zu haben. Die Behörden leiteten umgehend die Abschiebung und eine Einreisesperre ein.
Razzia im Ausgehviertel Sukhumvit Soi 4
Gegen 0:10 Uhr schlugen die Einsatzkräfte zu. Unter Leitung von Polizeigeneralmajor Witwat Chinkham, Kommandeur der Polizeidivision 5, durchkämmten Beamte der Lumpini-Station zusammen mit der Immigrationsbehörde das bekannte Viertel im Bezirk Khlong Toei.
Auslöser waren Beschwerden und Videoclips in sozialen Medien. Sie zeigten, wie eine Gruppe ausländischer Frauen und Transgender-Personen auf den Gehwegen gezielt Touristen ansprach.
Verdacht: Kontaktaufnahme auf offener Straße
Den fünf Festgenommenen wird vorgeworfen, an öffentlichen Orten Personen verfolgt, belästigt oder in aufdringlicher Weise angesprochen zu haben. Dieses Verhalten gilt nach dem Prostitutionsgesetz als Ärgernis für die Öffentlichkeit.
Laut Polizei wurden die Verdächtigen bei einer koordinierten Überwachungsaktion identifiziert, bevor die Beamten sich zu erkennen gaben. Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei Vietnamesinnen, eine philippinische Transgender-Person und eine Tansanierin im Alter von 29 bis 45 Jahren.
Drei Länder, fünf Schicksale
Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei Vietnamesinnen, eine philippinische Transgender-Person und eine Tansanierin. Damit stammen die Beschuldigten aus drei verschiedenen Ländern und wurden nach dem Prostitutionsgesetz angeklagt.
Die thailändischen Behörden sehen darin ein wachsendes Problem besonders in den Touristenzonen. Die Festgenommenen wurden an das Immigrationsbüro Suan Phlu überstellt.
Bußgeld und Strafverfahren
Beamte des Ministeriums für Frauenangelegenheiten leiteten nach der Festnahme ein Bußgeldverfahren ein. Anschließend wurden die Personen den Ermittlern der Polizeistation Lumpini übergeben, wo die strafrechtliche Verfolgung begann.
Parallel prüft die Einwanderungsbehörde die Ausweisung. Die Behörden leiteten ein Verfahren zur Annullierung der Aufenthaltsgenehmigungen, Abschiebung und Aufnahme in eine schwarze Liste ein.
Visumsannullierung und schwarze Liste
Kurz nach der Festnahme wurden alle fünf in das Immigrationsbüro Suan Phlu gebracht. Dort läuft bereits das Verfahren zum Widerruf der Aufenthaltsgenehmigung nach Paragraph 12(8) des Einwanderungsgesetzes von 1979.
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Die Behörde setzte die Betroffenen auf eine schwarze Liste. Eine Wiedereinreise nach Thailand wird damit dauerhaft unmöglich. Die Abschiebung und Visumsannullierung wurden eingeleitet.
Panne bei den Bußgeldbefugnissen der Polizei
Hinter den Kulissen sorgte eine rechtliche Prüfung für Wirbel. Der Staatsrat stellte am 16. Februar 2026 klar, dass Polizeibeamte nach dem Prostitutionsgesetz von 1996 nicht befugt sind, selbst Bußgelder zu verhängen.
Die Anfrage des Familienministeriums, Polizisten zu Bußgeldbehörden zu ernennen, wurde abgelehnt. Nur eigens dafür verantwortliche Beamte, nicht jedoch Polizeikräfte, sind für diese Maßnahmen zuständig.
Neuer Kooperationsplan der Behörden
Als Konsequenz vereinbarten die Polizeistation Lumpini, die Abteilung für Frauenangelegenheiten und Familienentwicklung und die Einwanderungsbehörde einen gemeinsamen Aktionsplan. Dies soll die Bekämpfung solcher Verstöße künftig vereinfachen.
Der Plan sieht vor, die Befugnisse klar zu trennen: Die Polizei liefert die Strafverfolgung, die Sozialbehörde die Bußgeldstelle, und die Immigration übernimmt Ausweisung und Einreisesperre.
Überstellung und Abschiebung
Die fünf Personen wurden an das Immigrationsbüro Suan Phlu überstellt. Dort werden die Visa offiziell annulliert und die Abschiebungsbescheide ausgestellt.
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Die Ermittler der Lumpini-Station haben den Fall abgeschlossen. Die Akte geht nun an die Einwanderungsbehörde, während die schwarze Liste für eine dauerhafte Sperre sorgt.
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