Tödliche Fahrt zu Dritt auf Motorrad

Eine dritte Studentin wurde verletzt. Am Steuer des Wagens saß ein Arzt der Universität. Die Polizei wartet noch auf Gutachten zu Unfallspuren sowie Verletzungen und Todesursachen.

Tödliche Fahrt zu Dritt auf Motorrad
ThaiRath

CHIANG RAI, THAILAND – Zwei Studentinnen der Mae Fah Luang University sind nach einem Zusammenstoß an einer Ampelkreuzung gestorben. Eine weitere Studentin wurde verletzt. Die Polizei prüft den Unfall weiter und wartet noch auf wichtige Gutachten.

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Zwei Studentinnen sterben nach Kollision

Der Unfall ereignete sich am 25. August 2569 um 20.24 Uhr an der Kreuzung Nang Lae im Bezirk Mueang Chiang Rai. Ein roter MG5 prallte dort auf ein schwarzes Honda-Scoopy-Motorrad, auf dem drei Studentinnen unterwegs waren.

Die 19-jährige Nichapha Promtong aus Nan starb später an ihren schweren Verletzungen. Auch die etwa 18-jährige Alfalin Kaso aus Pattani, die das Motorrad fuhr, erlag am 29. August ihren Verletzungen. Die 18-jährige Mitfahrerin Patchareephon Nakhonchan aus Chonburi wurde verletzt und wird weiter medizinisch behandelt.

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Arzt saß am Steuer des MG5

Am Steuer des roten MG5 mit dem Kennzeichen ขค 8024 Chiang Rai saß der 32-jährige Kamon Ratchakom. Er ist als Arzt und Leiter des Fachbereichs diagnostische Radiologie an der medizinischen Fakultät der Mae Fah Luang University tätig.

Das Motorrad trug das Kennzeichen 1กจ 3764 Nan. Die drei Studentinnen besuchten im ersten Studienjahr die juristische Fakultät der Universität Mae Fah Luang.

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Polizei findet keinen Alkohol

Der Leiter der Polizeiwache Ban Du bestätigte, dass bei dem Fahrer seit dem Unfall kein Alkohol im Körper festgestellt wurde. Für das Fahrzeug lag nach Polizeiangaben außerdem die gesetzlich vorgeschriebene Versicherung für Unfallopfer vor.

Die Polizei teilte mit, dass alle drei Studentinnen aus anderen Provinzen stammten: aus Nan, Pattani und Chonburi. Keine von ihnen kam aus Chiang Rai.

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Kamera zeigt keine erkennbare Bremsung

Auf den Aufnahmen einer Überwachungskamera herrschten an der Kreuzung demnach schwache orangefarbene Lichtverhältnisse. Außerdem sei keine erkennbare Verringerung der Geschwindigkeit durch das Auto zu sehen gewesen.

Die Polizei hält deshalb vorläufig für möglich, dass der Fahrer das Motorrad im Moment des Zusammenstoßes nicht gesehen haben könnte. Eine abschließende Bewertung des Unfallhergangs liegt noch nicht vor.

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Ermittler warten auf zwei Gutachten

Die Beamten haben den Unfallort dokumentiert, eine Skizze angefertigt und Fotos gesichert. Außerdem wurden Beteiligte, die behandelnden Ärzte und Angehörige der Verstorbenen befragt.

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Für die Ermittlungsakte fehlen noch der Bericht der Spurensicherung zur Unfallstelle und zur Kollisionsspur sowie zwei ärztliche Berichte über Verletzungen und die Verstorbenen. Die Spurensicherung soll am 1. erfolgen. Mit dem Ergebnis wird innerhalb von vier bis fünf Tagen gerechnet.

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Polizei warnt vor angeblichen Anwälten

Nach Angaben des Polizeichefs versuchten Personen, die sich als Anwälte ausgaben, Informationen zum Fall und Telefonnummern der Angehörigen zu erhalten. Die Beamten gaben die Daten nicht heraus, weil sie eine Ausnutzung der öffentlichen Aufmerksamkeit befürchten.

Die Polizei erklärte, sie werde die Unterstützung für die verletzte Studentin und die Familien der Verstorbenen koordinieren. Der Fall soll nach Abschluss der noch ausstehenden Beweiserhebung rechtlich weiterbearbeitet werden.

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Soziale Medien fordern Aufklärung

Ein Facebook-Konto mit dem Namen „ลูกช้าง มช.“ veröffentlichte einen Aufruf und forderte Gerechtigkeit für die Studentinnen. In dem Beitrag wurden dem Fahrer Aussagen zugeschrieben und Vorwürfe zu seinem Verhalten an der Ampel sowie zu fehlender Kontaktaufnahme mit den Familien erhoben.

Dem Beitrag zufolge soll der Fahrer gesagt haben, seine Zukunft liege noch vor ihm, und es sei ein Unfall gewesen. Außerdem wurde ihm vorgeworfen, eine rote Ampel missachtet und sich danach nicht bei den Familien gemeldet zu haben. Der Beitrag behauptete zudem, mehrere Medien und die Fakultät hielten die Nachricht zurück.

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Der Beitrag löste zahlreiche kritische Kommentare aus. Die Universität Mae Fah Luang hatte bis dahin keinerlei Maßnahmen erkennen lassen. Mögliche Sanktionen blieben offen.

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Quelle: Thairath

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