BANGKOK, THAILAND – Nach der tödlichen Kollision zwischen einem Güterzug und einem Bus der Linie 206 am vergangenen Samstag hat die Polizei Anklage gegen drei Personen erhoben. Acht Menschen starben, 32 wurden verletzt; die Ermittler prüfen jetzt Drogenfunde beim Zugführer, das Verhalten weiterer Autofahrer und die Sicherheit am Bahnübergang.
Drei Personen stehen unter Anklage
Die Makkasan-Polizei hat Anklage gegen den Zugführer, den Busfahrer der Route 206 und den Bahnübergangswärter erhoben. Alle drei werden wegen Fahrlässigkeit mit Todesfolge, schwerer Körperverletzung und Körperverletzung verfolgt.
Die Behörden nennen keine Namen der Beschuldigten in der Mitteilung. Die Anklagen bilden den formellen Beginn der strafrechtlichen Aufarbeitung des Unglücks.
Acht Tote, 32 Verletzte – Identifizierung läuft
Beim Zusammenstoß am Asok-Phetchaburi-Bahnübergang starben acht Menschen; 32 weitere erlitten Verletzungen, einige davon schwere Verbrennungen. Wegen der Brandverletzungen führt die Kriminalpolizei DNA-Tests durch, um Opfer sicher zu identifizieren.
Rettungskräfte versorgten Verletzte vor Ort und brachten Schwerverletzte in Krankenhäuser. Die genaue Alters- und Identitätslage der Opfer gab die Polizei bislang nicht bekannt.
Rauschmittel im Blut des Zugführers
Toxikologische Untersuchungen beim Zugführer fanden Spuren von Amphetamin und Cannabis, teilte die Polizei mit. Ermittler prüfen nun, ob diese Substanzen seine Fähigkeit, den Zug zu führen, zum Unfallzeitpunkt beeinträchtigten.
Polizeioberst Uramporn erklärte: „Das Landverkehrsgesetz regelt den Zugbetrieb nicht direkt, daher müssen die Ermittler die Vorschriften und Disziplinarregeln der Staatlichen Eisenbahn von Thailand überprüfen.“
Autofahrer auf den Gleisen werden befragt
Die Ermittler kontrollieren auch das Verhalten von Fahrzeugführern, die zum Zeitpunkt des Unfalls auf oder in der Nähe der Gleise standen. Mehrere Autofahrer sollen nun zur Befragung vorgeladen werden.
Die Polizei betonte, jeder Fall werde individuell geprüft, weil einige Fahrer möglicherweise im dichten Verkehr festsaßen und sich nicht rechtzeitig entfernen konnten. „Zum jetzigen Zeitpunkt wurden keine zusätzlichen Anklagen gegen diese Fahrer erhoben“, so Polizeioberst Uramporn.
Prüfung von Warnsystemen und Notfallabläufen
Untersucht wird auch, ob Warnsysteme, Schranken und Notfallmaßnahmen am Bahnübergang ordnungsgemäß funktioniert haben. Das soll klären, ob betriebliche oder technische Mängel zum Unfall beitrugen.
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Die State Railway of Thailand wird nach Angaben der Polizei in die Prüfung einbezogen; Betriebsregeln und Disziplinarmaßnahmen stehen ebenso auf dem Prüfstand wie die Technik vor Ort.
Beweissicherung und weitere Schritte
Polizei und Eisenbahnbeamte sichten Überwachungsaufnahmen, werten Beweise aus und befragen Zeugen zur Rekonstruktion des Ablaufs. Geplante Vorladungen von Fahrern sollen zusätzliche Aussagen bringen.
Die bisherigen Schritte: Anklagen gegen Zugführer, Busfahrer und Bahnübergangswärter, Auswertung von Überwachungsmaterial und Zeugenaussagen sowie die Vorladung von Autofahrern zur weiteren Befragung.



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