Toter Wal im Golf von Thailand: Todesursache bleibt Rätsel

Das junge Männchen war kräftig und gut genährt, doch im Darm fanden Experten ein Stück Holz und eine Palmfrucht. Warum starb das 11,20 Meter lange Tier mitten im Meer?

Toter Wal im Golf von Thailand: Todesursache bleibt Rätsel
Matichon

Phetchaburi – Ein 11,20 Meter langer Brydewal ist im oberen Golf von Thailand tot aufgefunden worden. Die Obduktion zeigt ein Tier in sehr gutem Zustand, doch die Todesursache steht nicht fest. Der Minister für natürliche Ressourcen und Umwelt, Suchat Chomklin, ruft Bootsbetreiber zu mehr Vorsicht auf, damit Schiffe keine Wale treffen.

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Gestrandeter Wal zwischen Samut Songkhram und Phetchaburi

Am 5. November 2026 meldete Chamroon Phongphithak einen gestrandeten Wal mitten im Meer, an der Grenze der Provinzen Samut Songkhram und Phetchaburi.

Am 6. und 7. November untersuchten Fachleute des Forschungszentrums für Meeres- und Küstenressourcen im oberen Golf den Kadaver. Dabei halfen das Büro 3 der Meeresbehörde in Phetchaburi, die Gemeindeverwaltung Laem Phak Bia, ein Netzwerk zum Schutz des oberen Golfs und Freiwillige.

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Junges Männchen kurz vor der Geschlechtsreife

Das Tier ist ein Männchen der Art Balaenoptera edeni und stand kurz vor der Geschlechtsreife. Der Kadaver war bereits verwest, die Haut hatte sich vom Körper gelöst.

Der Tierarzt stellte trotzdem einen sehr guten Körperzustand fest. Die Speckschicht unter der Haut war 6,5 Zentimeter dick.

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Schürfwunde an der linken Flanke

Auf der linken Körperseite zog sich eine Abschürfung über etwa 2,5 Meter. Am Rücken, in der Mitte des Körpers, fanden die Experten leichte Blutergüsse im Muskelgewebe.

Herz, Blutgefäße und Atemwege waren ohne Auffälligkeiten.

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Holzstück und Palmfrucht im Darm

Im Magen steckte viel Nahrung. Im Darm lagen Fremdkörper: ein etwa 8 Zentimeter großes Stück verarbeitetes Holz und eine Frucht der Chak-Palme.

Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse waren bereits zersetzt.

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Kein Befund zur Todesursache

Die Obduktion liefert keine klare Todesursache, weil keine krankhaften Veränderungen zu finden waren. Die Fachleute vermuten einen plötzlichen Tod, denn der Körper war vor dem Verenden in sehr gutem Zustand.

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Gewebeproben und innere Organe wurden entnommen. Sie gehen zur weiteren Analyse ins Labor.

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Tempo drosseln bei Walsichtung

Auf Anweisung des Ministers beobachtet die Meeresbehörde die Brydewale im oberen Golf weiter genau.

Anwohner, Fischer und Bootsbetreiber sollen bei einer Sichtung langsamer fahren, Abstand halten und die Tiere nicht stören. So wollen die Behörden Kollisionen verhindern.

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Quelle: Matichon

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