BURIRAM – Ein schwerer Verkehrsunfall mit einem 18-Rad-Anhänger hat einer 20-jährigen Studentin das Leben gekostet. Der Fahrer stellte sich nach Auswertung von Überwachungskameras selbst bei der Polizei und behauptet, das Motorrad der jungen Frau sei bereits vor dem Überrollen gestürzt.
Mutter verliert ihre einzige Tochter
Für Uraiwan Dadtuyawat brach eine Welt zusammen. Die 39-Jährige kann den Verlust ihrer einzigen Tochter noch immer nicht fassen. N.S. Arinya, liebevoll Kiwi genannt, stand kurz vor dem Abschluss ihres Studiums am Technischen College und hatte sich nur Tage zuvor mit ihrem Freund verlobt.
Die Eltern hatten all ihre Hoffnungen in die 20-Jährige gesetzt. Sie war das Ein und Alles der Familie und befand sich im letzten Jahr ihrer Ausbildung, als sie am 8. Juni gegen 13:35 Uhr auf dem Heimweg in Tambon Nong Song Hong ums Leben kam.
Überwachungskameras bringen die Wende
Die Ermittler der Polizeistation Mueang Buriram werteten fieberhaft Videomaterial aus einer nahegelegenen Werkstatt aus. Die Aufnahmen zeigten den grünen 18-Rad-Anhänger und lieferten entscheidende Hinweise auf das beteiligte Fahrzeug.
Nachdem die Bilder öffentlich wurden, erschien schließlich der 53-jährige Fahrer Somporn bei Polizeioberstleutnant Setthapong Meeklom auf der Wache. Er gab zu, den tonnenschweren Lastzug zum Unfallzeitpunkt gesteuert zu haben.
Fahrer bestreitet Zusammenstoß
Somporn schilderte den Beamten seine Version der tödlichen Sekunden. Er beharrt darauf, Kiwis Motorrad nicht berührt zu haben. Die Studentin sei auf der innersten Spur gefahren, als der Anhänger von links nach rechts wechselte – mutmaßlich erschrak sie so stark, dass sie stürzte.
Die Spurensicherung nahm die Karosserie des 18-Raders unter die Lupe. Bei der ersten Untersuchung fanden die Beamten tatsächlich keine Anzeichen einer Kollision an dem Fahrzeug, das Kiwi und ihr Motorrad anschließend überrollte. Der Anhänger steht für weitere forensische Checks bereit.
Anzeige wegen fahrlässiger Tötung
Die Polizei leitete umgehend ein Verfahren gegen Somporn ein. Der Vorwurf lautet auf fahrlässiges Fahren mit Todesfolge. Ob der Fahrer tatsächlich vom Unfallort floh, bleibt Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Somporn selbst erklärt, den tödlichen Vorfall gar nicht bemerkt zu haben. Sollte sich der Verdacht der Fahrerflucht erhärten, drohen ihm zusätzliche Anklagepunkte, kündigten die Beamten an.
Eine Mutter bereit zu verzeihen
Uraiwan Dadtuyawat zeigte sich inmitten ihrer Trauer von einer außergewöhnlich großzügigen Seite. Sie erklärte, dem Fahrer keine Vorwürfe machen zu wollen und sehe den Vorfall als schrecklichen Unfall, da keine Absicht zur Flucht bestanden hätte.
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Somporrn bereitet sich nun darauf vor, sich bei der Familie des Opfers zu entschuldigen und vor Kiwis Leichnam um Vergebung zu bitten. Die Mutter der Studentin hat ihm dafür bereits ihre Sicherheit garantiert.



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