Udon Thani: Bar-Betreiber wegen Kinderprostitution festgenommen

Menschenhandel in Udon Thani aufgedeckt: Zwei Bar-Betreiber kassierten für sexuelle Dienste minderjähriger Mädchen ab. Zerschlägt die Polizei damit endlich das perfide Netzwerk hinter der Fassade?

Udon Thani: Bar-Betreiber wegen Kinderprostitution festgenommen
Matichon

UDON THANI, THAILAND – In Udon Thani hat die Polizei zwei Barbetreiber festgenommen. Die 58-jährige Barbesitzerin Suchanan und ihr 60-jähriger Manager Saroch sitzen jetzt in Haft.

Festnahme im Rotlichtviertel von Udon Thani

Am 19. Juni klickten die Handschellen in einer Bar im Unterbezirk Mak Khaeng. Die Besitzerin Suchanan, in der Szene nur „Jae Pla“ genannt, und ihr Manager Saroch wurden noch im Lokal abgeführt.

Laut Polizei sollen sie gemeinschaftlich Menschenhandel betrieben haben. Der Vorwurf: Sexuelle Ausbeutung von Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren sowie das Kassieren von Vorteilen aus der Prostitution der Jugendlichen.

2.000 Baht für Sex, 500 Baht für die Bar

Das Geschäftsmodell war perfide. Junge Frauen unterhielten ausländische Gäste – und mehr. Wer das Lokal mit einem Kunden verließ, verlangte 2.000 Baht für sexuelle Dienstleistungen.

Vor dem Verlassen der Bar musste jedes Mädchen eine Gebühr von 500 Baht an die Besitzerin abdrücken. In der Szene wurde diese Gebühr als „lady special“ bezeichnet. Die Polizei wertet diese Barpauschale als illegalen Profit aus Zwangsprostitution.

Netzwerk flog bei Razzia im März auf

Der jetzige Schlag hat einen direkten Vorlauf: Am 4. März stürmten Beamte eine andere Bar in derselben Gegend. Dort retteten sie sechs Jugendliche unter 18 Jahren aus den Händen eines Barbesitzers.

Weitere Ermittlungen brachten ans Licht, dass Suchanans Bar zum selben Netzwerk gehört. Jetzt konnten zwei weitere Opfer befreit werden – Frau One, 15, und Frau Two, 16, beide unter Pseudonym geschützt.

ATPD-Chef ordnete Zugriff an

Generalmajor Wittaya Sriprasertphap, Kommandeur der thailändischen Anti-Menschenhandels-Einheit (ATPD), gab persönlich grünes Licht für die Festnahmen. Beamte der Division 3 der ATPD und die örtliche Polizei arbeiteten Hand in Hand.

Die Verdächtigen wurden noch am selben Tag an die Ermittler der ATPD überstellt. Die gesammelten Beweise gelten als wasserdicht.

Beschuldigte streiten alles ab

Während der ersten Vernehmungen bestritten die beiden Festgenommenen sämtliche Vorwürfe. Sie wollen weder von Menschenhandel noch von Ausbeutung gewusst haben.

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Dagegen spricht die akribische Dokumentation der Beamten: Finanzströme, Kundenfrequenz und die festen Preisstrukturen rund um das „lady special“ zeichnen ein klares Bild.

Gerettete Mädchen in Sicherheit gebracht

Die zwei befreiten Opfer wurden umgehend ins örtliche Kinder- und Familienheim von Udon Thani überführt. Dort kümmern sich Sozialarbeiter um erste Schritte der Stabilisierung.

Das Ministerium für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit begleitet die Jugendlichen zusätzlich. Parallel dazu laufen die weiteren Ermittlungen der ATPD auf Hochtouren.

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Quelle: Matichon

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