Pattaya, Thailand – Nach einem Autounfall in der Region Pattaya haben thailändische Behörden bei einem chinesischen Staatsbürger ein riesiges Waffenlager entdeckt. Mingchen Sun, auch als Sun Mingchen bekannt, wurde am Samstag vor das Provinzgericht Pattaya gebracht, während die Einwanderungspolizei sein Elite-Visum sofort widerrief.
Unfall in Na Jomtien bringt Waffenlager ans Licht
Der Fall begann am Abend des 8. Mai, als Suns Limousine auf einer Straße in der Nähe von Na Jomtien im Bezirk Sattahip gegen eine Barriere prallte und umkippte. Bei der Kontrolle fanden Beamte eine Handfeuerwaffe und Magazine im Wagen.
Danach durchsuchte die Polizei sein gemietetes Haus im Maple Village in Huai Yai, Bang Lamung. Dort stießen die Beamten auf ein großes Arsenal, das die Anwohner vorübergehend in Sicherheit bringen ließ.
Sprengstoff, Gewehre und Munition im Haus
Die Entschärfungsteams machten die gefundene Technik und die Sprengsätze sicher. Nach Angaben der Behörden wurden unter anderem zwei M4/M16-Sturmgewehre, mehr als 4,8 Kilogramm C4-Plastiksprengstoff und Hunderte Schuss Munition im Kaliber 5,56 und 9 Millimeter sichergestellt.
Dazu kamen zahlreiche Granaten, Zünder, Teile für Sprengfallen, Gasmasken und Benzinkanister. Ein Teil des Sprengstoffs war laut den Ermittlern in kugelsicheren Westen mit Fernzündern angebracht und erinnerte an Selbstmordwesten.
Sun nennt Kauf über LINE-Gruppe
Sun soll den Ermittlern gesagt haben, er habe die Waffen über eine private LINE-Gruppe in der Provinz Rayong gekauft. Außerdem habe er angegeben, die Sprengstoffe für einen Anschlag im Alleingang wegen Depressionen verwenden zu wollen.
Gleichzeitig bestreitet er, ein Terrorist zu sein oder Verbindungen zu Terrorgruppen zu haben. Die Polizei prüft dennoch alle Seiten des Falls, auch mögliche Verbindungen zu kriminellen Netzwerken oder Sicherheitsbedrohungen.
Visum weg, Abschiebung folgt später
Der 31-Jährige wurde am frühen 9. Mai 2026 unter starker Eskorte aus dem Polizeigewahrsam in Chonburi zum Provinzgericht Pattaya gebracht. Er wirkte ruhig und sprach bei der Bearbeitung wenig.
Die Einwanderungsbehörden widerriefen sein fünfjähriges Elite-Visum und setzten ihn nach Abschluss der Gerichtsverfahren auf die Liste für die Abschiebung. Sun war seit 2020 mehrfach nach Thailand eingereist und hatte das Haus etwa zwei Jahre lang für 38.000 Baht im Monat gemietet.
Politischer Druck und neue Sicherheitsfragen
Der Abgeordnete Thanathorn Pramoolpong von der People’s Party aus Chonburi reagierte scharf auf den Fall. Er schrieb: „Thailand must be a safe place for its people and tourists, not a paradise for transnational criminals or terrorists.“
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Thanathorn forderte die Regierung auf, dringend ein nationales Zentrum gegen ausländische Kriminalität und thailändische Helfer einzurichten und den Datenaustausch zwischen den Behörden zu verbessern. Die Polizei führt die behördenübergreifenden Ermittlungen weiter, während auch die psychische Gesundheit des Verdächtigen geprüft wird.
Touristenregion unter Druck
Der Fall hat die Sorge über illegalen Waffenhandel und die nationale Sicherheit in Pattaya und Chonburi weiter verstärkt. Eine 33-jährige taiwanesische Begleiterin war bei dem Unfall dabei, wurde aber nicht mit den Waffen in Verbindung gebracht. Sie soll eine Bekanntschaft aus dem Reiseleiter-Umfeld gewesen sein.
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Mich würden in diesem Fall ja mal die Hintergründe interessieren. Dieser Möchtegern-Terrorist der nicht Autofahren konnte, lebte ja offensichtlich jahrelang auf großem Fuß. Woher kommt das ganze Kapital dafür und was steckt da dahinter? Die Story vom depressiven Einzeltäter ist ja ganz nett und medientauglich. Aber ich fürchte, man macht es sich wieder mal ganz einfach und schiebt den Kerl einfach zur weiteren Verwertung nach China ab.