Bangkok, Thailand – Die thailändische Einwanderungspolizei hat in einem Wohnkomplex in Bangkok den Chinesen Chen Tao festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, in einen Bankbetrug und Geldwäsche verwickelt zu sein, bei dem Schäden in Milliardenhöhe entstanden sein sollen. Die Ermittlungen liefen gemeinsam mit chinesischen Behörden, die ihn als wichtiges Mitglied eines Betrugsnetzwerks sehen.
Festnahme in Ramkhamhaeng
Chen Tao wurde am Freitag im Stadtteil Ramkhamhaeng in einer Eigentumswohnung gefasst. Die thailändischen Behörden widerriefen danach seine Erlaubnis, im Land zu bleiben.
Nach Angaben der Polizei war die Wohnung auf den Namen einer anderen Person angemietet. Die Beamten gehen davon aus, dass der Mann seinen Aufenthaltsort mit mehreren Adressen verschleiern wollte.
Einreise mit Fünfjahres-Visum
Der Verdächtige war am 11. November des Vorjahres mit einem Thailand-Privilege-Visum für fünf Jahre nach Thailand eingereist. Dieses Visum gehört zum Thailand-Elite-Programm und ist als Mehrfacheinreise-Visum ausgelegt.
Nach den Ermittlungen registrierte Chen Tao mehrere Adressen, um sich zu verstecken. Zuvor war sein chinesischer Reisepass bereits widerrufen worden.
Verdacht auf Millionenbetrug in Lanzhou
Chinesische Behörden stufen Chen Tao als Schlüsselmitglied eines Betrugsnetzwerks ein. Der Fall soll die Lanzhou Bank betroffen haben, wobei Geld über Scheinfirmen gewaschen worden sei.
Der Schaden wird mit 3,2 Milliarden Yuan beziehungsweise 15,2 Milliarden Baht angegeben. Der Haftbefehl gegen Chen Tao wurde vom Büro für öffentliche Sicherheit in Lanzhou ausgestellt.
Vanuatu-Pass beschlagnahmt
Bei der Festnahme fanden die Beamten auch einen Reisepass aus Vanuatu. Er soll dazu gedient haben, die Identität des Verdächtigen zu verschleiern. Die chinesischen Behörden arbeiteten bei der Suche mit der thailändischen Polizei zusammen. Für das fünfjährige Paket des Thailand-Elite-Programms beginnt die Mitgliedschaft bei 650.000 Baht.
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