BANGKOK – Das ganze Land hustet! Eine dicke, graue Giftglocke liegt über Thailand. Die offiziellen Messdaten sind alarmierend: 46 von 76 Provinzen atmen hochgefährliche Luft. Selbst die Hauptstadt Bangkok ist in jedem einzelnen Bezirk betroffen. Die Gesundheitsbehörden schlagen Alarm.
So giftig ist die Luft, die Sie atmen
Die Geo-Informatics and Space Technology Development Agency (Gistda) lieferte die schockierenden Zahlen. Der gefährliche Feinstaub PM2.5 liegt in Bangkok bei einem Durchschnitt von 53,6 µg/m³.
Der gesetzliche Grenzwert von 37,5 µg/m³ ist damit krachend gerissen. Der Rekordhalter ist die Provinz Samut Sakhon mit einem Höchstwert von unglaublichen 60,7 µg/m³.
„Diese Werte sind eine konkrete Gefahr für die öffentliche Gesundheit“, warnt ein Umweltmediziner. Besonders Kinder, Ältere und Kranke sind in Gefahr.
Diese Provinzen sind besonders betroffen
Die Liste der Smog-Provinzen liest sich wie ein Who-is-who Thailands. An der Spitze: Samut Songkhram, Nong Khai und Nonthaburi.
Dicht gefolgt von Nakhon Pathom, Maha Sarakham und Samut Prakan. Auch Touristenzentren wie Chon Buri, Rayong und Prachuap Khiri Khan sind betroffen.
In Bangkok ist der Bezirk Nong Khaem mit 59,4 µg/m³ am schlimmsten dran. „Man sieht den Dunst mit bloßem Auge“, klagt eine Anwohnerin.
Nur diese acht Orte haben noch saubere Luft
In ganz Thailand gibt es nur noch wenige Rückzugsorte mit relativ guter Luftqualität. Dazu zählen Buri Ram, Surin und Loei im Norden, Koh Chang im Osten.
Im Süden sind es Satun, Songkhla, Phuket, Nakhon Si Thammarat und Narathiwat. Als achtes schafft es Lampang auf die Positivliste.
„Hier kann man noch durchatmen“, bestätigt ein Tourist in Phuket. Für viele Teile des Landes gilt: Fenster zu und Maske auf!
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Wetteramt prophezeit kaum Besserung
Das Wetter spielt den Verschmutzungen in die Hände. Das Meteorologische Department sagt für Montag, Dienstag und Sonntag schlechte Luftzirkulation voraus.
Erst von Mittwoch bis Samstag soll ein Hochdruckgebiet für Wind und bessere Verhältnisse sorgen. Bis dahin bleibt der Smog wie eine Decke über dem Land liegen.
„Die Menschen sollten anstrengende Aktivitäten im Freien vermeiden“, rät ein Behördensprecher. Vor allem in den frühen Morgenstunden ist die Belastung am höchsten.
So schützen Sie sich vor der unsichtbaren Gefahr
Die Behörden empfehlen dringend das Tragen von FFP2-Masken im Freien. Normale Stoffmasken bieten keinen Schutz vor den winzigen PM2,5-Partikeln.
Luftreiniger in Innenräumen können helfen. Besonders gefährdete Gruppen sollten ihre Wohnung möglichst nicht verlassen.
„Diese Krise ist menschengemacht und braucht politische Lösungen“, fordert ein Umweltschützer. Bis dahin bleibt nur eins: Die Luft anhalten oder flüchten.
Wie lange kann man so atmen?
Wenn Luft zur Gefahr wird und die Maske wieder Alltag – ist das noch Wetter oder bereits ein landesweites Gesundheitsrisiko?
💬 Muss Thailand endlich radikale Maßnahmen ergreifen – oder lernen wir einfach, mit Smog zu leben? Was würdest du fordern, wenn du im dichtesten Staub wohnst?
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