Ein neuer Mega-Kick am Chao-Phraya! Doch während Adrenalinjunkies jubeln, tobt hinter den Kulissen ein Nachbarschaftsstreit. Kann Bangkoks neueste Attraktion Bestand haben – oder wird der Höhenrausch zum Problemfall?
Bangkok flippt aus
Mit einem gewaltigen Ruck hat Bangkok seine Skyline um ein weiteres Spektakel erweitert: SkyFlyers: Wings of Garudapterus, eine der höchsten Schaukel-Attraktionen der Welt, schießt jetzt täglich Besucher in 135 Meter Höhe – so hoch wie ein 36-stöckiges Gebäude. Schon die ersten Stunden nach der Eröffnung reichten, um die Stadt in Aufruhr zu versetzen. Adrenalin-Fans drängen nach Asiatique The Riverfront, um sich in einem atemberaubenden 360-Grad-Flug über den Lichtern der Hauptstadt zu verlieren.
„So etwas habe ich in Thailand noch nie erlebt“, schwärmt ein Besucher. Und tatsächlich: 24 Menschen gleichzeitig drehen sich in schwindelerregender Geschwindigkeit über dem Fluss – ein Mix aus Foto-Paradies und Herzrasen-Garantie.
Romantik trifft Rausch
Besonders beliebt: der Start pünktlich zum Sonnenuntergang. Wer sich traut, erlebt ein Bild, das sonst nur Drohnen einfangen – goldene Strahlen über der Skyline, das spiegelnde Band des Chao Phraya unter den Füßen. Für viele ist es ein Moment, der gleichzeitig romantisch, unwirklich und ein klein wenig furchteinflößend ist.
Doch eines steht fest: Nichts für schwache Nerven! Schon vor dem Einstieg heißt es: Handy weg, Sonnenbrille aus, alles Verstauen! Sicherheit geht vor. Wer dennoch Erinnerungen braucht, kann für 250 Baht eine GoPro ausleihen – schließlich will niemand diesen Flug ohne Beweisfoto überstehen.
Preise, Regeln, Fakten
Der Preis ist für Bangkok-Verhältnisse moderat: 320 Baht für ein Ticket. Die Mindestgröße liegt bei 120 Zentimetern, dazu gelten Gesundheitsbeschränkungen. Und: Dank TÜV-Nord-Zertifizierung sollen sich selbst die Ängstlichsten sicher fühlen – zumindest bevor der Sitz sich in die Wolken hebt.
Das Fahrgeschäft liegt am gegenüberliegenden Ende vom Riesenrad und ist damit nicht zu verfehlen. Wer denkt, dass nur Tempo zählt, irrt: Seit Kurzem gibt es sogar einen Scenic Mode, der abends die Geschwindigkeit drosselt, um den Panoramablick zu genießen.

Anwohner sauer
Doch wo Adrenalin ist, ist der Ärger nicht weit: Anwohner schlagen Alarm! Nicht die Maschine sei laut, sondern die Menschen, die voller Ekstase kreischen. Videos in sozialen Netzwerken zeigen Bewohner, die in ihren Wohnzimmern kaum Ruhe finden.
„Es fühlt sich an, als würde jemand über meinem Kopf schreien – die ganze Zeit“, klagt ein Anwohner. Der Frust wächst, die Diskussion eskaliert: Soll eine Touristenattraktion das Leben ganzer Wohnblocks auf den Kopf stellen? Während Tourismus-Fans Verständnis fordern, verlangen Betroffene klare Regeln.
Asiatique reagiert
Der Druck wurde so groß, dass Asiatique öffentlich Stellung bezog. Am 3. Dezember erklärte das Center, man habe die Beschwerden ernst genommen und sofort Maßnahmen ergriffen. Ab sofort gilt:
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- Scenic Ride Mode ab 20 Uhr
- Neue Fahrzeiten von 13 bis 22 Uhr statt spätabendlicher Action
Man wolle weiterhin „Spaß für Besucher“ bieten, aber zugleich ein guter Nachbar für die Community bleiben.
Doch online gibt es Gegenwind: Einige Fans sind enttäuscht, weil sie die volle Hochgeschwindigkeits-Action gebucht hatten. Andere bezweifeln, dass weniger Tempo automatisch weniger Schreie bedeute: „Sobald das Ding hochfährt, schreien die Leute sowieso!“
Offene Fragen
Die Debatte hat einen weiteren Punkt entfacht: Hat die Stadtverwaltung BMA überhaupt eine Umwelt- oder Lärmbewertung durchgeführt? Einige User fordern Antworten, bevor die Mega-Schaukel längerfristig bleibt.
Während die einen hoffen, dass SkyFlyers ein neuer Touristenmagnet wird, befürchten andere, dass der Lärm die Lebensqualität der Anwohner dauerhaft ruiniert. Die Diskussion dürfte also noch lange nicht beendet sein – genau wie der Höhenflug dieser neuen Attraktion.



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