CHIANG MAI, THAILAND – Mehrere Tiger im bekannten Ausflugsziel Tiger Kingdom im Bezirk Mae Rim sind Anfang Februar an Krankheiten verendet, doch Behörden sehen nach Untersuchungen keine Gefahr für Besucherinnen und Besucher. Die Anlage ist vorsorglich für 14 Tage geschlossen, während Veterinärteams die Haltungsbedingungen und Hygienemaßnahmen umfassend prüfen.
Ermittlungen nach Todesfällen
Nach Angaben des Chiang Mai Provincial Livestock Office wurden die Behörden am 13. Februar 2026 offiziell über mehrere erkrankte und anschließend verendete Tiger im Tiger Kingdom informiert.
Unmittelbar danach leitete die Behörde eine Untersuchung ein und entsandte gemeinsam mit Tierärzten anderer staatlicher Stellen ein Team in die Anlage im Bezirk Mae Rim.
Veterinärteams und Proben
An den Kontrollen beteiligten sich neben der Provinz-Livestock-Behörde auch Fachleute des Protected Areas Regional Office 16 sowie Tierärzte des Parks selbst.
Die Expertinnen und Experten führten vor Ort Gesundheitschecks durch, inspizierten Gehege und sammelten Blut- und Gewebeproben der betroffenen Tiere für Laboranalysen.
Ergebnisse aus dem Forschungslabor
Die Auswertung im Upper Northern Veterinary Research and Development Center ergab, dass bei den verendeten Tigern kein Influenza-A-Virus nachweisbar war.
Stattdessen stellten die Laborspezialisten Infektionen mit Canine Distemper Virus (CDV) und Mykoplasmen-Bakterien fest, wobei die Behörden davon ausgehen, dass die gleichzeitige Infektion beider Erreger wesentlich zu den Todesfällen beigetragen hat.
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Ursachen und mögliche Risikofaktoren
Die zuständigen Stellen erklärten, dass sowohl CDV als auch Mykoplasmen grundsätzlich bei wilden und in Gefangenschaft gehaltenen Raubkatzen auftreten und durch engen Kontakt, Körperflüssigkeiten oder Insekten übertragen werden können.
Nach Einschätzung der Veterinäre könnten zusätzlicher Stress, starke Wetterwechsel und bereits bestehende gesundheitliche Probleme die Anfälligkeit der Tiere in diesem Fall erhöht haben.
Maßnahmen im Tiger Kingdom
Als Reaktion wurden die verbliebenen Tiger in das separate Animal Care Center des Unternehmens im Bezirk Mae Taeng verlegt, wo sie unter tierärztlicher Aufsicht weiter überwacht werden.
Parallel dazu ließ der Betreiber sämtliche Tiergehege sowie die Ausstellungsbereiche gründlich reinigen und desinfizieren, um die Ausbreitung der Erreger innerhalb des Bestandes zu verhindern.
Keine Gefahr für Besucher
Die Behörden betonten, dass die nachgewiesenen Krankheitserreger nach heutigem Kenntnisstand nicht auf Menschen übertragbar sind und von ihnen keine unmittelbare Gefahr für die Öffentlichkeit ausgeht.
Alle Mitarbeitenden und Pflegerinnen des Parks wurden medizinisch untersucht und befanden sich den offiziellen Angaben zufolge in normalem Gesundheitszustand.
Wiedereröffnung unter Auflagen
Das Tiger Kingdom bleibt zunächst für 14 Tage für Besucher geschlossen, bis die geforderten Hygienemaßnahmen vollständig umgesetzt und von den Behörden abgenommen worden sind.
Die Öffentlichkeit wurde von den zuständigen Stellen aufgefordert, nicht in Panik zu geraten, während die Experten die Situation weiter beobachten und die Anlage nach Abschluss aller Arbeiten wieder freigegeben werden soll.
🐯 Transparenz genug – oder bleibt ein mulmiges Gefühl?
Mehrere Tiger sterben, die Anlage schließt, Tests laufen – jetzt heißt es: keine Gefahr für Menschen. Reicht euch diese Erklärung? Oder sollten Zoos und Tierparks bei Krankheitsfällen noch transparenter informieren?
Was erwartet ihr von Einrichtungen, die mit Wildtieren arbeiten?



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