BANGKOK, THAILAND – Die Regierung hat die Frist zur Erneuerung von Arbeitserlaubnissen für Beschäftigte bis zum 31.03.2026 verlängert, um massenhaften Statusverlust und illegale Beschäftigung zu verhindern. Nach Angaben des Arbeitsministeriums sind weiterhin Hunderttausende Anträge unvollständig, was Wirtschaft und Arbeitsmarkt erheblich unter Druck setzen könnte.
Beschluss im Arbeitsministerium
Die thailändische Arbeitsministerin Treenuch Thienthong leitete in Bangkok die Sitzung 2/2026 des Foreign Workers’ Management Policy Committee, an der ranghohe Vertreter des Arbeitsministeriums teilnahmen.
Ebenfalls anwesend waren Repräsentanten weiterer Schlüsselbehörden, darunter das Verteidigungsministerium, das Innenministerium, das Gesundheitsministerium, der Internal Security Operations Command, der National Security Council sowie die Thai Chamber of Commerce.
Verlängerte Frist und ihre Gründe
Die Runde einigte sich darauf, die im Kabinettsbeschluss vom 11.11.2025 festgelegte Frist zur Erfüllung aller Auflagen bei der Verlängerung von Arbeitserlaubnissen bis zum 31.03.2026 auszudehnen.
Hintergrund sind laut Ministerium anhaltende Hürden bei der Einreichung von Krankenversicherungsnachweisen, bei vorgeschriebenen Gesundheitschecks sowie bei der Zahlung der Gebühr von 900 Baht für die Arbeitserlaubnis.
Gefahr illegaler Beschäftigung
Ursprünglich hätten Beschäftigte aus Laos, Myanmar und Vietnam alle Anforderungen bis zum 24.02.2026 erfüllen müssen, doch viele wären damit aus dem formellen System gefallen und hätten ihren legalen Status verloren.
Treenuch erklärte, derzeit hätten von insgesamt 890.786 betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 375.038 das Verfahren noch nicht abschließen können, was sie in die illegale Beschäftigung drängen könnte.
Auswirkungen auf Unternehmen und Arbeitsmarkt
Die Ministerin warnte, „dies könnte dazu führen, dass ausländische Staatsangehörige rechtswidrig beschäftigt werden, wodurch Arbeitgeber und Betriebe nicht mehr legal einstellen können, was wiederum zu Arbeitskräftemangel im Unternehmenssektor und Auswirkungen auf Produktion und nationale Arbeitsstabilität führen würde“.
Nach ihren Worten habe das Komitee die Gründe, die Notwendigkeit und die möglichen Folgen sorgfältig geprüft, bevor es der Fristverlängerung zustimmte.
Nächste Schritte der Regierung
Das Arbeitsministerium will das Ergebnis der Sitzung dem Kabinett zur weiteren Beratung und endgültigen Billigung vorlegen.
Zugleich wies Treenuch das Department of Employment an, zügig eine Ministerialbekanntmachung zu erarbeiten, die eine Sondererlaubnis für die Beschäftigung von Arbeitskräften aus Laos, Myanmar und Vietnam im Einklang mit dem Kabinettsbeschluss vom 11.11.2025 vorsieht.



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