PATTAYA, THAILAND – Die Stadtverwaltung von Pattaya ist mit neuen rechtlichen Schritten gegen den Eigentümer des berüchtigten Waterfront-Condo am Bali Hai Pier vorgegangen, weil dieser Auflagen des Bauordnungsrechts missachtet haben soll. Dem Eigentümer drohen nun strafrechtliche Ermittlungen, Haftstrafen und empfindliche Geldbußen, nachdem das seit Jahren stillgelegte Gebäude offenbar unerlaubt genutzt wurde.
Anzeige gegen Eigentümer eingeleitet
Am 22. Februar 2026 haben Behörden der Stadt Pattaya eine formelle Strafanzeige bei der Polizei eingereicht.
Die Initiative ging von einem fachkundigen Beamten der Building Control Division der städtischen Ingenieurabteilung aus, der als Baukontrolleur auf Grundlage gesicherter Beweise tätig wurde.
Verstoß gegen Nutzungsverbot festgestellt
Bei Kontrollen stellten Stadtbeamte fest, dass der Eigentümer eine Anordnung missachtet hatte, die jede Nutzung des Gebäudes untersagt, da der Rohbau potenzielle Gefahren birgt und die Arbeiten seit 2014 aus rechtlichen Gründen ruhen.
Damit soll gegen Paragraf 40 Absatz 1 beziehungsweise Paragraf 41 Absatz 1 des Building Control Act verstoßen worden sein, der die Nutzung solcher unsicheren Bauten ausdrücklich verbietet.
Abweichungen von genehmigten Plänen
Konkret werfen die Behörden dem Eigentümer vor, am Waterfront-Gebäude gebaut, es verändert, verlegt oder in Teilen abgerissen zu haben, ohne sich an die im Formular Kor 6 genehmigten Baupläne zu halten.
Solche Abweichungen gelten als Straftat nach Paragraf 67 des Building Control Act B.E. 2522 (1979) in der gültigen Fassung.
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Drohende Strafen und laufende Ermittlungen
Für die nun angezeigten Verstöße sehen die Vorschriften eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten, eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Baht oder eine Kombination aus beidem vor.
Zusätzlich kann ein tägliches Zwangsgeld von bis zu 30.000 Baht verhängt werden, solange der rechtswidrige Zustand nicht im Einklang mit den Bauvorschriften beseitigt wird.
Bürgermeister setzt auf harte Linie
Bürgermeister Poramese Ngampichet, in der Stadt unter dem Spitznamen „Mayor Beer“ bekannt, betonte den konsequenten Kurs bei der Durchsetzung von Baugesetzen, um öffentliche Sicherheit und städtebauliche Standards zu gewährleisten.
Der Fall befindet sich nun in der polizeilichen Untersuchung, weitere rechtliche Schritte gegen den Eigentümer des Waterfront-Projekts werden erwartet.
Unerlaubte Nutzung als Parkplatz empört Öffentlichkeit
Auslöser der aktuellen Maßnahmen war die Enthüllung, dass der offensichtlich ungesicherte und unvollendete Komplex als privater Parkplatz genutzt wurde und entsprechende Fotos in sozialen Netzwerken viral gingen.
Zahlreiche Kommentatoren fordern in Online-Debatten, die Stadt und die zuständigen Behörden mögen gemeinsam mit dem Department of Land endlich über den Landtitel entscheiden und das Bauwerk abreißen lassen, das von vielen als städtebauliches Ärgernis und von einem führenden Vertreter der People’s Party sogar als „Monument der Korruption“ bezeichnet wurde.



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