BANGKOK, THAILAND – Thai Airways hat für das Geschäftsjahr 2025 eine deutliche Rückkehr in die Gewinnzone gemeldet und damit einen tiefroten Verlust aus dem Vorjahr in einen Milliardenüberschuss gedreht. Trotz globaler Unsicherheiten setzt die Fluggesellschaft auf Wachstum, Flottenausbau und eine langfristige Nachhaltigkeitsstrategie.
Starke Wende in der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Thai Airways International Public Company Limited und ihre Tochtergesellschaften erzielten 2025 einen Nettojahresüberschuss von 30,940 Milliarden Baht, nachdem im Jahr 2024 noch ein Verlust von 26,933 Milliarden Baht verbucht worden war.
Damit verbesserte sich das Ergebnis binnen eines Jahres um 57,841 Milliarden Baht, was einem Zuwachs von 215 Prozent gegenüber 2024 entspricht.
Operative Entwicklung und Passagiergeschäft
Der auf den Mutterkonzern entfallende Gewinn belief sich auf 30,910 Milliarden Baht, was einem Ergebnis von 1,09 Baht je Aktie entsprach.
Die Erlöse aus dem laufenden Geschäft ohne Sondereffekte stiegen 2025 leicht auf 190,277 Milliarden Baht, ein Plus von 1,2 Prozent beziehungsweise 2,288 Milliarden Baht im Jahresvergleich.
Verkehrszahlen und Streckennetz
Im Passagiergeschäft beförderte die Airline 16,46 Millionen Fluggäste, ein Zuwachs von 2 Prozent im Vergleich zu 2024.
Die durchschnittliche Auslastung der Kabinen lag bei 79,2 Prozent und damit etwas höher als die 78,8 Prozent des Vorjahres, während das Streckennetz 63 Ziele in 27 Ländern mit einer betriebenen Flotte von 80 Flugzeugen umfasste.
Kapazität, Fracht und Kostenstruktur
Die Passagierkapazität gemessen in Available Seat Kilometres stieg um 7,7 Prozent, während der Passagierverkehr in Revenue Passenger Kilometres um 8,3 Prozent zunahm.
In der Fracht stiegen die Kapazität in Available Dead Load Ton-Kilometres um 9,7 Prozent und der Verkehr in Revenue Freight Ton-Kilometres um 8,3 Prozent, während der Freight Load Factor von 52,0 auf 51,3 Prozent zurückging.
Ergebnis vor Zinsen, Sondereffekte und Finanzierungskosten
Das operative Ergebnis vor Finanzierungskosten und ohne Sondereffekte lag bei 40,839 Milliarden Baht und damit nur 1,6 Prozent unter dem Vorjahreswert.
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Die laufenden Gesamtaufwendungen ohne Sondereffekte erhöhten sich auf 149,438 Milliarden Baht, ein Plus von 2,0 Prozent, was im Wesentlichen auf höhere Produktions- und Transportvolumina zurückzuführen war und teilweise durch geringere Kerosinkosten infolge niedrigerer Ölpreise abgefedert wurde.
Einmaleffekte und Entschuldung
Unter dem Strich verbuchte Thai Airways 2025 netto Sondereinnahmen von 782 Millionen Baht, nachdem im Vorjahr noch Sonderaufwendungen von 49,260 Milliarden Baht überwiegend aus Verlusten der Schuldenrestrukturierung im Rahmen des Sanierungsplans angefallen waren.
Parallel dazu sanken die Finanzierungskosten deutlich auf 13,154 Milliarden Baht, ein Rückgang um 30 Prozent im Jahresvergleich.
Bilanzkennzahlen zum Jahresende 2025
Zum 31. Dezember 2025 wies die Gesellschaft Gesamtvermögen von 304,059 Milliarden Baht aus, ein Anstieg um 3,9 Prozent gegenüber dem Jahresende 2024.
Die Verbindlichkeiten gingen im gleichen Zeitraum auf 228,147 Milliarden Baht zurück, ein Minus von 7,6 Prozent, sodass das Eigenkapital um 30,323 Milliarden Baht auf 75,912 Milliarden Baht zulegte, was einem Zuwachs von 66,5 Prozent entspricht.
Meilensteine im Sanierungsjahr 2025
Am 5. März 2025 senkte die Airline den Nennwert der Aktien von 10,00 Baht auf 1,30 Baht, um aufgelaufene Verluste bilanziell auszugleichen.
Am 16. Juni 2025 ordnete das Zentrale Konkursgericht die Beendigung des gerichtlichen Sanierungsverfahrens an, nachdem das Unternehmen die Bedingungen des Sanierungsplans erfüllt hatte und am 4. August 2025 nahmen die „THAI“-Aktien den Handel an der Börse von Bangkok wieder auf, begleitet von einer Ausweitung des Verwaltungsrats auf 15 Mitglieder, um Transparenz und Effizienz im Management zu stärken.
Wachstumspläne und Flottenausbau 2026
Für 2026 kündigte Thai Airways an, ihre Entwicklung trotz wirtschaftlicher Risiken durch weltweite Politik- und Geopolitikunsicherheiten im Rahmen der „Silk Hub“-Strategie fortzusetzen.
Geplant ist die Übernahme von 14 Airbus A321neo und vier Boeing 787-9, verbunden mit der Vorbereitung neuer Langstreckenverbindungen nach Amsterdam und Auckland, um ein stabiles, langfristiges Gewinnwachstum zu erreichen.
Nachhaltigkeit und Klimaziele
Parallel zur Expansion bekräftigte die Fluggesellschaft ihren Fokus auf Nachhaltigkeit, unter anderem durch die Förderung des Einsatzes von Sustainable Aviation Fuel (SAF) mit dem Ziel, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Zudem installiert die Gesellschaft an ihrem Hauptsitz eine Solaranlage zur Stromerzeugung, um den eigenen Energieverbrauch klimafreundlicher zu gestalten.



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