PHUKET – Die Umweltkatastrophe vor Phuket weitet sich aus! Der Ölteppich des havarierten Frachters „Sealloyd Arc“ hat jetzt die beliebte Touristeninsel Koh Hey erreicht. Ein Albtraum für die Natur – und für den Tourismus!
Schwarze Brühe verschmutzt Traumstrand
Am Mittwoch entdeckten Anwohner und Touristen ein schockierendes Bild. Am Strand von Koh Hey, auch bekannt als Koralleninsel, klebte schwarzer Ölschlamm im Sand.
Das Wasser war stellenweise von einer glänzenden Schicht überzogen. Ein Paradies in Gefahr! Der lokale Abgeordnete Chalermpong Saengdee schlug sofort Alarm.
„Die Ausbreitung des Öls bedroht das Ökosystem und den Tourismus massiv“, warnte er. Die Insel ist ein beliebtes Ziel für Schnorchler und Taucher.
900 Meter Strand betroffen
Die maritime Einsatzzentrale Thai-MECC gab erste Details bekannt. Die Verschmutzung erstreckt sich über 900 Meter entlang der Küste. Das Öl hat sich zu Teerbällen und -kuchen verdichtet. Selbst ein schwimmender Ponton ist bereits verschmutzt.
Doch damit nicht genug: Auch andere Gebiete sind akut gefährdet. Die Liste der Risikozonen liest sich wie das Who-is-Who von Phukets Traumstränden.
Diese Strände sind als nächstes dran
Die Behörden warnen vor einer weiteren Ausbreitung. Besonders gefährdet sind Ao Rawai, Koh Kaeo Noi, Koh Kaeo Yai, Nai Harn, Rawai Beach und Kata Beach. Dort befinden sich wertvolle Korallenriffe und Seegraswiesen – die Kinderstuben unzähliger Meerestiere.
Wenn das Öl diese Gebiete erreicht, droht ein massives Fischsterben. Die ökologischen Schäden wären schwer wieder gutzumachen.
Taucher kämpfen gegen das Leck
Die Retter arbeiten unter Hochdruck. Ein Spezialisten-Team ist im Dauereinsatz, um das Leck des gesunkenen Schiffes zu schließen. Die „Sealloyd Arc“ liegt in 60 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Von dort strömt weiterhin Öl aus – eine tickende Zeitbombe.
„Wir tun alles, um den Austritt zu stoppen“, verspricht ein Sprecher der Einsatzkräfte. Doch die Tiefe macht die Arbeiten extrem gefährlich.
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Das Unglück: Frachter sank vor drei Wochen
Am 7. Februar 2025 sank der 4.339 Tonnen schwere Frachter vor der Küste Phukets. Er war auf dem Weg von Malaysia nach Bangladesch. An Bord: 297 Container, davon 14 mit gefährlichen Stoffen! Die 16 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.
Seitdem liegt das Wrack südlich von Koh Kaeo Noi. Eine tickende Zeitbombe für die Umwelt.
Gefahr auch durch treibende Container
Die Behörden warnen die Bevölkerung eindringlich. Wer Container oder Ölreste entdeckt, soll auf keinen Fall näher treten.
Einige der Behälter könnten noch immer gefährliche Chemikalien enthalten. Sie könnten durch die Strömung an Land gespült werden. „Nähern Sie sich nicht! Verständigen Sie sofort die Behörden“, lautet der eindringliche Appell.
So soll die Umwelt gerettet werden
Die Einsatzkräfte setzen auf eine schonende Reinigung. Das Öl wird von Hand eingesammelt, um die Natur nicht weiter zu schädigen.
Der Abfall wird streng kontrolliert entsorgt. Gleichzeitig untersuchen Meeresbiologen, wie schwer die Korallen bereits geschädigt sind.
Ob die beliebten Tauchgänge und Schnorcheltouren bald wieder möglich sind, ist völlig offen.
Umweltkrise vor Touristenkulisse
Die Ausbreitung der Ölverschmutzung auf Koh Hey trifft ein sensibles Ökosystem mit Korallenriffen und Seegraswiesen – und eine Region, die stark vom Tourismus abhängt.
Reichen manuelle Reinigungsmaßnahmen aus, oder braucht es strengere Sicherheitsauflagen für Frachter mit Gefahrgut?
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