PHUKET, THAILAND – Behörden in Phuket haben ihre Kontrollen von lizenzierten und nicht lizenzierten Cannabisgeschäften deutlich verstärkt und präsentieren zugleich eine Zwischenbilanz im Kampf gegen den Drogenhandel. Trotz intensiver Razzien, höheren Fallzahlen und beschlagnahmten Vermögenswerten sehen die Verantwortlichen die Provinz weiter vor großen Herausforderungen bei Prävention, Strafverfolgung und Rehabilitation.
Provinzweite Kontrollen von Cannabisläden
Von insgesamt 553 ins Visier genommenen Cannabisläden in der Provinz sind bislang 115 kontrolliert worden, was 20,8 Prozent der Zielgruppe entspricht.
Die Kontrollen werden vom Phuket Provincial Public Health Office in Zusammenarbeit mit Verwaltungsbehörden, Provinzpolizei und weiteren Dienststellen durchgeführt und sollen laut Behördenangaben fortgesetzt werden, um die Einhaltung der Vorgaben zu überprüfen.
Anti-Drogen-Ausschuss tagt in Phuket
Die aktuelle Lage wurde in der vierten Sitzung des Phuket Provincial Anti-Drug Centre Committee für das Haushaltsjahr 2026 im Provinzverwaltungsgebäude vorgestellt, die am 27. Februar unter Leitung von Vizegouverneur Rungruang Thimabutr stattfand.
An der Sitzung nahmen Behördenleiter, Vertreter des Office of the Narcotics Control Board Region 8, Bezirksvertreter und weitere zuständige Stellen teil, die Maßnahmen zu Prävention, Bekämpfung und Rehabilitation sowie die jüngsten Vollzugsergebnisse bewerteten.
Festnahmen am internationalen Flughafen Phuket
Besonders hervorgehoben wurden Maßnahmen zur Drogenbekämpfung am Flughafen Phuket International, wo im Februar ein Verdächtiger wegen Schmuggels von 3,1 Kilogramm Kokain festgenommen wurde.
In einem weiteren Komplex wurden fünf Personen im Zusammenhang mit dem versuchten Schmuggel von 102 Kilogramm Marihuana festgenommen, was die Bedeutung des Flughafens als Kontrollschwerpunkt unterstreicht.
Deutlicher Anstieg der Drogendelikte
Laut Provinzdaten wurden in den ersten vier Monaten des Haushaltsjahres 2026 von Oktober 2025 bis Januar 2026 insgesamt 1.156 Drogendelikte registriert, ein Plus von 298 Fällen oder 34,73 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Am weitesten verbreitet sind in Phuket weiterhin Methamphetamin (ya bah), Crystal Meth (ya ice), Kokain und Heroin, während die meisten Anklagen auf Konsum, gefolgt von Besitz, Verteilung, Besitz zum Konsum und Besitz zum Handel entfallen.
Polizei verfehlt noch Jahresziele
Zwischen dem 1. Oktober 2025 und dem 24. Februar 2026 hatte die Provinzpolizei Phuket ein Ziel von 1.511 zu bearbeitenden Fällen und verzeichnete bis dahin 636 Verfahren, was 42,09 Prozent des Jahresziels entspricht.
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Bei Vollstreckungen offener Haftbefehle wurden 29 Fälle gegenüber einem Ziel von 43 erreicht, also 67,44 Prozent, während bei Beihilfe- und Verschwörungsdelikten im Drogenbereich 28 von 34 geplanten Fällen und damit 82,35 Prozent bearbeitet wurden.
Geldwäsche und beschlagnahmte Vermögenswerte
Im Bereich Geldwäsche im Zusammenhang mit Drogendelikten wurden drei Fälle bearbeitet, obwohl das Jahresziel nur bei einem einzigen Fall lag, was einer Zielerfüllung von 300 Prozent entspricht.
In Drogenermittlungen wurden Vermögenswerte im Wert von 22.461.451 Baht beschlagnahmt, was 56,15 Prozent des Jahresziels von 40 Millionen Baht ausmacht.
Fortschritte und Lücken bei der Rehabilitation
Bei der Rehabilitation strebt die Provinz im Haushaltsjahr 2026 die Behandlung von 1.245 Personen an, von denen bis zum 26. Februar 349 in Programme eingetreten sind, was 28,03 Prozent des Jahresziels entspricht.
Vizegouverneur Rungruang forderte eine fortgesetzte vernetzte Zusammenarbeit aller Sektoren in Prävention, Repression und Behandlung und betonte, dass alle Unterhaltungsbetriebe frei von Prostitution, Schusswaffen und Betäubungsmitteln bleiben müssten.
Konsequente Durchsetzung und Sicherheitsversprechen
Er warnte, dass Verstöße in diesen Bereichen konsequent und strikt nach geltendem Recht verfolgt würden, um die öffentliche Ordnung in der Tourismusprovinz zu sichern.
Zugleich räumte er ein, dass der Drogenkonsum nicht vollständig auszurotten sei, betonte aber, koordinierte Durchsetzung könne das Ausmaß des Problems verringern und die öffentliche Sicherheit in der gesamten Provinz stärken.



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