NONTHABURI, THAILAND – Vierzehn chinesische Staatsbürger, die im Verdacht standen, in Kambodscha für Callcenter-Betrügerbanden gearbeitet zu haben, sind in einem Hotel nahe Bangkok festgenommen worden. Polizei und Einwanderungsbehörde werfen den Männern im Alter von 22 bis 37 Jahren zunächst illegale Einreise vor und prüfen ihre mögliche Verbindung zu internationalen Betrugsnetzwerken.
Zugriff im Hotel in Nonthaburi
Die Festnahme erfolgte am Montagnachmittag in einem Hotel in der Ngam Wongwan Soi 19 im Unterbezirk Bang Khen des Bezirks Muang in der Provinz Nonthaburi, nachdem die Behörden Hinweise auf eine auffällige Gruppe chinesischer Männer erhalten hatten.
Laut Pol Maj Gen Worachart Saenkham, Ermittlungschef der Provincial Police Region 1, wurden die Verdächtigen gemeinsam mit Beamten der Einwanderungsbehörde von Nonthaburi in dem Gebäude gestellt.
Durchsuchung von sieben Zimmern
Bei der Durchsuchung fanden Ermittler 14 Männer, die sich auf sieben Zimmer im vierten Stock verteilten und bereits seit Sonntagabend im Hotel eingecheckt hatten.
Die Gruppe wurde nach der Festnahme umgehend zur weiteren Überprüfung und Registrierung in die Dienststelle der Einwanderungsbehörde in Nonthaburi gebracht.
Beweismittel und erste Aussagen
Die Beamten beschlagnahmten 52 Mobiltelefone sowie zahlreiche SIM-Karten, die sich im Besitz der Männer befanden und als mögliche Beweismittel für Betrugsaktivitäten gelten.
Bei ersten Vernehmungen mit Hilfe eines Dolmetschers erklärten die Chinesen, sie hätten drei Fahrzeuge über eine App für Fahrdienste gemietet, um von der Grenzregion zu dem Hotel in Nonthaburi zu gelangen.
Ermittlungen zu illegaler Einreise
Nach Abschluss der ersten Vernehmungen wurden alle 14 Verdächtigen zunächst wegen unerlaubter Einreise angeklagt und an Ermittler der Polizeiwache Rattanathibet überstellt, die weitere rechtliche Schritte einleiten sollen.
Die thailändischen Behörden gehen dem Verdacht nach, dass die Männer zu Callcenter-Gruppen gehören, die zuvor von Kambodscha aus agiert hatten und nun versuchen, ihre Aktivitäten in andere Länder zu verlagern.
Hintergrund: Flucht aus Kambodscha
Nach Berichten der Sicherheitsbehörden sollen Zusammenstöße zwischen thailändischen und kambodschanischen Truppen entlang der gemeinsamen Grenze gegen Ende des vergangenen Jahres zahlreiche in Kambodscha aktive chinesische Callcenter-Banden zur Flucht veranlasst haben.
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Einige dieser Gruppen sollen die Grenze daraufhin heimlich überquert haben, begleitet von Führern über sogenannte natürliche Pfade, um von dort aus die Weiterreise in ein Drittland zu organisieren.
Neue Masche oder alte Spur?
14 Männer, 52 Handys und mehrere SIM-Karten in Hotelzimmern – für Ermittler ein klares Indiz für organisierte Strukturen.
Glaubst du, dass Thailand zunehmend Rückzugsort solcher Banden wird? Oder reagieren die Behörden diesmal schneller als zuvor? Wie sollte deiner Meinung nach gegen grenzüberschreitende Scam-Netzwerke vorgegangen werden? Diskutiere jetzt in den Kommentaren.



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