Wer in Bangkok durch den Supermarkt läuft oder im Straßenrestaurant bestellt, sieht sie überall: kleine Schilder mit QR-Codes. Für Thai-Bürger und Langzeitbewohner ist das Bezahlen per Handy schon lange selbstverständlich. Doch auch als Ausländer – ob Expat oder Tourist – lässt sich das System problemlos nutzen. Und der Vorteil liegt auf der Hand: kein Bargeld, keine Brieftasche, einfach Handy raus und scannen.
Was steckt hinter PromptPay?
PromptPay ist das nationale QR-Bezahlsystem der Bank of Thailand. Wer einen QR-Code scannt, löst damit direkt eine Überweisung aus – in Echtzeit, oft ohne Gebühren. Unterstützt wird das System von nahezu allen thailändischen Banken sowie einer Reihe von E-Wallets.
Die Bedienung ist einfach: Banking-App öffnen, QR-Code des Händlers scannen, Betrag eingeben oder bestätigen – fertig. Bei sogenannten dynamischen QR-Codes wird der Betrag automatisch ausgefüllt. Den QR-Code des Händlers findet man in der Regel direkt am Kassenterminal.
Expats mit Thai-Bankkonto
Wer dauerhaft in Thailand lebt und ein Konto bei einer lokalen Bank hat, kann PromptPay direkt über das Online-Banking aktivieren. Dazu einfach in der Banking-App den Bereich „Zahlungen“ aufrufen, zu PromptPay navigieren, die Nutzungsbedingungen bestätigen und die Mobilnummer als Kennung hinterlegen – schon kann es losgehen.
Thai-Banken vergeben Konten in der Regel nur an Inhaber von Langzeitvisa – also etwa Arbeits-, Studenten- oder Rentnervisa. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, hat damit die einfachste und günstigste Einstiegsmöglichkeit ins QR-Bezahlsystem.
Optionen für Touristen von außerhalb der Region
Wer nur kurz zu Besuch ist und nicht aus dem ASEAN-Raum kommt, hat ebenfalls Möglichkeiten. Eine davon: die App TAGTHAi herunterladen und an einem K-Bank-FX-Schalter persönlich eine PAY&TOUR-Prepaid-Karte beantragen. Die Karte lässt sich mit Baht aufladen und dann mit der App für QR-Zahlungen verknüpfen. Beim Aufladen können Umrechnungskosten anfallen – die genauen Konditionen erfährt man direkt am FX-Schalter.
Wer aus den USA oder vielen anderen Ländern kommt, kann alternativ die App Moreta Pay nutzen. Diese unterstützt das PromptPay-Netz und lässt sich über ein Multicurrency-Konto – etwa bei Wise – aufladen. Die Währungsumrechnung von Dollar oder Euro in Baht übernimmt Moreta Pay beim Bezahlvorgang automatisch über seine Partnerbanken.
ASEAN-Besucher zahlen mit der Heimat-App
Wer aus einem ASEAN-Land einreist, hat besonders viel Auswahl. Durch das ASEAN Payment Connectivity-Abkommen ist PromptPay mit den Bezahlsystemen vieler Nachbarländer verknüpft – Thai-QR-Codes lassen sich damit direkt über die heimische Banking-App scannen, genauso wie zu Hause.
Das gilt für Besucher aus Malaysia, Singapur, Indonesien, Vietnam, Kambodscha, Laos, China und Hongkong. Konkret unterstützte Dienste sind unter anderem Touch ’n Go und BigPay aus Malaysia, Alipay und WeChat Pay aus China, Octopus aus Hongkong sowie CIMB und OCBC aus Malaysia, Indonesien und Singapur. Auch die Bank of China-Filialen in Malaysia und Hongkong sind eingebunden.
Weitere Apps für Langzeit-Expats
Wer länger in Thailand lebt, hat noch mehr Optionen. Das populäre E-Wallet TrueMoney ist bei vielen Expats beliebt und unterstützt QR-Zahlungen im Alltag. LINE-Nutzer können zudem LINE Pay einrichten, während Kunden der Kasikorn Bank auf die K-Plus-App zurückgreifen können – eine der meistgenutzten Banking-Apps des Landes.
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Wer Geld aus dem Ausland nach Thailand überweisen möchte, um sein Wallet aufzuladen, sollte auf die Gebühren achten. Dienste wie Wise rechnen zum Mittelkurs ab und zeigen alle Kosten vorab transparent an – im Gegensatz zu vielen traditionellen Banken, die versteckte Aufschläge auf den Wechselkurs erheben.
Gebühren: Was kann dazukommen?
PromptPay selbst ist fast immer kostenlos – die meisten Banken verzichten auf die an sich möglichen Transaktionsgebühren. Bis 5.000 Baht fallen grundsätzlich keine Gebühren an, bis 30.000 Baht maximal 2 Baht, bis 100.000 Baht maximal 5 Baht, darüber hinaus höchstens 10 Baht.
Kosten entstehen eher an anderer Stelle: beim Aufladen des E-Wallets mit Fremdwährung, durch Wechselkursaufschläge oder durch Auslandstransaktionsgebühren der verknüpften Karte. Wer alle drei Kostenpunkte vorab prüft, erlebt beim Bezahlen keine bösen Überraschungen.



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