Phuket: Flugchaos trifft tausende Urlauber

Spannungen zwischen Israel und Iran legen den Flugverkehr über dem Nahen Osten lahm – auch Phuket trifft es hart. Tausende Passagiere stehen ohne Flug da, Thailand reagiert mit Notfallmaßnahmen.

Phuket: Flugchaos trifft tausende Urlauber
Phuket Tourist Police
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PHUKET, THAILANDDer Konflikt zwischen Israel und Iran legt den Flugverkehr über dem Nahen Osten lahm – und Phuket trifft es mitten ins Herz seiner Tourismuswirtschaft. Über das Wochenende strichen Fluggesellschaften Dutzende Verbindungen, tausende Passagiere standen ohne Flüge da.

Phuket verliert ein Wochenende

Am Samstag und Sonntag (28. Februar bis 1. März) fielen am Phuket International Airport insgesamt 25 Flüge aus – 13 eingehende, 12 abgehende. Allein am Samstag blieben 499 ankommende und 1.906 abfliegende Passagiere am Boden. Am Sonntag traf es noch mehr: 2.759 ankommende und 3.659 abfliegende Passagiere.

Sieben Maschinen von Qatar Airways, Air Arabia und einem israelischen Carrier parkten auf dem Vorfeld. Flughafendirektor Monchai Tanode erklärte, die Lage bleibe schwer einzuschätzen und erfordere tägliche Kontrolle – eine Aussage, die wenig Planungssicherheit bietet.

Gouverneur beruhigt, Zahlen erzählen anderes

Phukets Gouverneur Nirat Pongsitthaworn trat am Montag (2. März) vor die Presse und versicherte: Die Lage am Flughafen sei wieder normal, kein Tourist strande. Am vergangenen Samstag hätten betroffene Passagiere ihre Unterkünfte aufgesucht – niemand habe auf Wartebänken geschlafen.

Dennoch räumte er ein: Die Airlines informierten die Reisenden zu spät. Viele Passagiere erfuhren von den Streichungen erst am Terminal – mit Koffer in der Hand und ohne Rückfahr-Option.

Thailand zieht landesweit Bilanz

Das Tourismus- und Sportministerium zählte bis Montagmittag (3. März) 166 gestrichene Flüge an fünf großen Flughäfen – Suvarnabhumi, Don Mueang, Phuket, Chiang Mai und Krabi. 105 davon waren abgehende, 61 eingehende Verbindungen.

Chiang Mai verlor eine Direktverbindung nach Abu Dhabi. Krabi meldete drei gestrichene Abflüge. Don Mueang blieb verschont. Aus Suvarnabhumi stehen aktuelle Zahlen noch aus – was die Gesamtbilanz noch düsterer machen könnte.

Einwanderungsbehörde schafft Ventil

Die Einwanderungsbehörde reagierte am Montag mit einer Sondergenehmigung: Ausländer, deren Aufenthaltserlaubnis ab dem 28. Februar ablief und die Thailand wegen der Sperrungen nicht verlassen konnten, erhalten eine Ausnahme von Strafgebühren für Überziehungen.

Wer länger bleiben muss, kann eine Verlängerung von bis zu 30 Tagen beantragen. Dabei gilt: Erst werden die gesetzlichen Strafgebühren erhoben, dann entscheidet die Behörde über den Antrag. Nötig sind Formular TM.7, Reisepasskopie und – wenn möglich – eine Bestätigung der jeweiligen Botschaft.

Entschädigungsfonds wartet auf Einsatz

Staatssekretärin Natthariya Thaweewong stellte klar, was hinter den kursierenden Berichten über eine Zahlung von 2.000 Baht steckt: Das Geld fließe in Krisenzeiten nicht an Touristen direkt, sondern an Hotels und Restaurants, die gestrandete Gäste versorgen – pauschal pro Person und Tag.

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Aktiviert werde dieser Fonds jedoch erst, wenn die Lage anhaltend eskaliert und Betreiber die Kosten nicht mehr selbst tragen können. Derzeit, so Thaweewong, habe das Ministerium die Situation unter Kontrolle.

Wann endet das tägliche Hoffen?

Der Konflikt im Nahen Osten folgt keinem Fahrplan – und Thailand kann nur abwarten. Solange Israel und Iran keine Einigung finden, bleibt der Luftraum zwischen Europa und Asien ein Unsicherheitsfaktor. Wie lange die Branche das noch aushält, ohne ernsthafte wirtschaftliche Schäden zu nehmen, ist offen.

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