Krise Nahost: Bangkok plant Evakuierung aus Iran

✈️ Evakuierung geplant: Thailand will seine Staatsbürger aus dem Iran ausfliegen. Außenminister Sihasak Phuangketkeow spricht von über 100.000 Thais in der Region – betroffen sind auch Israel, VAE und Bahrain. Wie gefährlich wird die Lage noch?

Krise Nahost: Bangkok plant Evakuierung aus Iran
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BANGKOK, THAILAND – Thailands Regierung bereitet die Evakuierung thailändischer Staatsbürger aus dem Iran vor, weil sich die Kämpfe in Teilen des Nahen Ostens ausweiten. Außenminister Sihasak Phuangketkeow erklärte am 3. März, oberste Priorität habe die schnelle Rückholung aller Ausreisewilligen.

Regierung stellt Evakuierung auf Iran zuerst

Sihasak Phuangketkeow sagte, Thailand behandle die Lage im Iran inzwischen ausdrücklich als Evakuierungsfall und arbeite daran, alle Thais dort zügig außer Landes zu bringen.

Wer zurück nach Thailand wolle, solle sich umgehend bei den Behörden melden, damit Reiserouten organisiert und Plätze gesichert werden könnten.

Botschaften suchen sichere Zonen in der Region

Thailändische Botschaften in der Region stimmen sich laut Bericht mit den jeweiligen Gastländern ab, um Sammel- und Schutzzonen für thailändische Staatsbürger einzurichten.

Parallel überwachen Beamte die Sicherheitslage engmaschig, um Menschen aus Hochrisikogebieten herauszubewegen und in sicheren Bereichen unterzubringen.

Fluchtwege über Emirate oder Bahrain werden geprüft

Das Außenministerium lässt mögliche Ausreisewege prüfen, darunter Verbindungen über die Vereinigten Arabischen Emirate, falls Lufträume wieder öffnen und Airlines den Betrieb aufnehmen.

Zugleich werde daran gearbeitet, ausreichend Tickets zu sichern, während ähnliche logistische Optionen auch für Bahrain bewertet würden.

Warnung vor Standorten nahe US-Stützpunkten

Sihasak betonte, Thais in der Region müssten aus gefährdeten Gebieten herausgeholt werden, besonders aus Bereichen in der Nähe von US-Militärbasen.

Die Behörden wollten Menschen in sichere Orte verlegen und sie dort halten, bis klare Reiseoptionen oder Hilfeleistungen verfügbar seien.

Konfliktzone deutlich größer als 2024

Auf Nachfrage verwies Sihasak darauf, dass sich die aktuelle Eskalation im Vergleich zu den Israel-Iran-Spannungen 2024 über eine deutlich größere Fläche erstrecke.

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Betroffen seien laut Bericht Gebiete von Iran und Israel bis in die VAE, Bahrain, Katar, Kuwait, Jordanien und sogar bis nach Zypern.

Mehr als 100000 Thais in der Region erfasst

Durch die ausgeweitete Konfliktzone habe sich auch der Blick auf die Zahl der Thais in der Region verändert, erklärte Sihasak, von zuvor rund 40.000 auf nun mehr als 100.000.

Für die verschiedenen Länder würden deshalb getrennte Pläne erstellt, die regeln sollen, wohin Betroffene gebracht werden und wie Unterstützung konkret abläuft.

Israel – viele bleiben trotz Risiko vor Ort

Sihasak rief zur Besonnenheit auf und verwies darauf, dass Israel über ein Raketenabwehrsystem verfüge und viele Menschen dort auf bestehende Schutzmaßnahmen vertrauten.

Nach seinen Angaben wollten die meisten der etwa 65.000 thailändischen Staatsbürger in Israel vorerst bleiben.

Botschaft im Iran mit kleinem Team in möglicher Zielzone

Die thailändische Botschaft im Iran verfüge über etwa 10 Mitarbeiter und liege in einem Gebiet, das als potenzielles Ziel gelte, sei bislang aber nicht getroffen worden.

Die Lage bleibe unberechenbar, werde laufend neu bewertet und schließe auch ein, dass im Ernstfall selbst Botschaftspersonal evakuiert werden müsse.

Erste Evakuierungsroute – Türkei oder Charter ab Ägypten

Als erster Schritt sei geplant, Evakuierte zunächst in die Türkei zu bringen, um von dort aus zu prüfen, welche Airlines noch fliegen.

Alternativ werde laut Bericht auch eine Charterlösung ab Ägypten erwogen, um Menschen aufzunehmen und weiter nach Thailand zu bringen.

Suvarnabhumi reagiert auf Flugausfälle mit Extra-Teams

Am Suvarnabhumi International Airport wurden Mitarbeiter eingesetzt, nachdem es im Zusammenhang mit der Unruhe zwischen Israel und Iran zu Flugstreichungen gekommen war.

Der Flughafen koordinierte demnach mit Airlines im Terminal Hilfen für Passagiere und organisierte zusätzliche Unterkünfte, als die Zahl der Ausfälle anstieg.

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Quelle: The Thaiger

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