PHUKET, THAILAND – Auf Phuket bremsen massive Verzögerungen bei der Verlängerung und Ausstellung von Work Permits die Wirtschaft, betroffen sind laut Behörden mehr als 130.000 ausländische Arbeitskräfte.
Beschwerden aus Betrieben setzen Behörden unter Druck
Arbeitgeber auf der Insel hatten zuletzt vermehrt über Rückstände geklagt, weil ausstehende Genehmigungen Personalplanung und Einstellungen ausbremsen.
Das Thema dominierte deshalb eine monatliche Lagebesprechung der Arbeitsbehörden im Phuket Provincial Labour Office am 4. März.
Vize-Gouverneur ordnet Sofortmaßnahmen an
Phukets Vize-Gouverneur Teeraphong Chuaychoo forderte in der Sitzung „sofortiges Handeln“ und verwies auf die wirtschaftliche Dringlichkeit.
An dem Treffen nahmen Vertreter mehrerer Schlüsselstellen teil, darunter das Phuket Provincial Employment Office, das Phuket Skills Development Institute 21 sowie Ämter für Arbeitsschutz und Sozialversicherung.
Systemumstellung als Ursache des Rückstaus
Der Leiter des Phuket Provincial Employment Office, Pichit Singthongkam, führte die Verzögerungen auf eine Umstellung im Verfahren zur Work-Permit-Bearbeitung zurück.
Das Department of Employment hatte am 13. Oktober 2025 landesweit ein Outsourcing-System gestartet, das Anträge über die digitale Plattform e-WorkPermit und mehr als 40 Service-Einheiten abwickeln soll.
Warum Phuket besonders stark betroffen ist
In Phuket stößt das neue Modell laut Behörden an Grenzen, weil die große Zahl ausländischer Beschäftigter die Kapazität des beauftragten Dienstleisters überfordert.
Besonders die Tourismusbranche spürt die Folgen, weil sich Verlängerungen ziehen und dadurch Beschäftigungsfreigaben und geplante Neueinstellungen verzögern.
Die Größenordnung – Zahlen zur ausländischen Arbeit auf der Insel
Nach Angaben des Phuket Provincial Employment Office waren im Oktober 2025 insgesamt 138.244 ausländische Arbeitskräfte in Phuket registriert.
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Davon stammen 121.198 aus vier Nachbarstaaten, hinzu kommen 16.260 „allgemeine“ ausländische Beschäftigte, 503 unter Investitionsförderung sowie 283 aus ethnischen Minderheiten.
Flaschenhals beim Outsourcing – und ein Krisentreffen soll folgen
Als Hauptproblem benannten die Behörden die „Produktionsphase“ im Outsourcing-Prozess, die derzeit nicht genug Anträge im erforderlichen Tempo abarbeiten kann.
Teeraphong kündigte ein Treffen mit Arbeitgebern und beteiligten Stellen an, um praxistaugliche Schritte zu vereinbaren, die die Bearbeitung beschleunigen.
Zusätzliche Beamte als Übergangslösung
Als kurzfristige Maßnahme wurden zusätzliche Beamte zum Foreign Work Permit Service Centre in Phuket abgestellt, um Antragsteller zu unterstützen und den Status der Fälle nachzuverfolgen.
Die Teams sollen außerdem Fortschritte an die Zentrale melden und die Leistung des Outsourcing-Anbieters überwachen, damit vereinbarte Standards eingehalten werden.
Deine Meinung
Der Work-Permit-Stau zeigt, wie riskant Digital- und Outsourcing-Reformen sind, wenn Personalbedarf und Inselrealität bei der Kapazitätsplanung unterschätzt werden.
Sollte Phuket wieder mehr Bearbeitungskompetenz vor Ort bekommen oder braucht es vor allem einen leistungsfähigeren Dienstleister – was ist die bessere Lösung, kommentiere gern.



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