Schweden festgenommen – Darknet Drogennetz aus Thailand gesteuert

🌐 Luxusvillen in Thailand als Kommandozentrale für ein Darknet-Drogenimperium: Drei Schweden wurden bei internationalen Razzien festgenommen, nachdem Ermittler über eine Tonne Drogen sicherstellten. Wie weit reichte das Netzwerk hinter den Plattformen?

Schweden festgenommen - Darknet Drogennetz aus Thailand gesteuert
KhaoSod
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BANGKOK, THAILAND – Thailands Ermittler haben drei schwedische Männer festgenommen, die zwei große Darknet-Drogenplattformen von Luxusvillen in Bangkok und Prachuap Khiri Khan aus gesteuert haben sollen. Bei der international koordinierten Operation Pandora wurden zudem Drogen und Vermögenswerte in großem Stil sichergestellt.

Operation Pandora – Zugriff in Bangkok und Prachuap Khiri Khan

Nach Angaben der Royal Thai Police diente das Königreich den Verdächtigen als Schaltzentrale für Online-Marktplätze, die einen Großteil des europäischen Darknet-Handels mit Betäubungsmitteln abwickelten.

Die Festnahmen erfolgten in dieser Woche bei Durchsuchungen in Bangkok und der Provinz Prachuap Khiri Khan, begleitet von Beschlagnahmungen, die nun kriminaltechnisch ausgewertet werden.

Zwei Plattformen im Fokus – Archetyp und Mupparna

Die Ermittler benannten zwei zentrale Marktplätze: Archetyp und Mupparna.net, die laut Polizei zusammen mehr als 80 Prozent des europäischen Darknet-Narkotikamarkts kontrolliert haben sollen.

Damit rücken nicht nur Verkäufer und Kuriere, sondern vor allem die mutmaßlichen Administratoren in den Mittelpunkt, die Infrastruktur und Zahlungswege solcher Plattformen organisieren.

Pressekonferenz am 6. März – CSD-Chef spricht von Schlüsselrolle

Die Ergebnisse stellte die Polizei am 6. März 2026 bei einer Pressekonferenz im Hauptquartier der Crime Suppression Division in Bangkok vor.

Unter den ranghohen Offizieren war Pol. Lt. Gen. Nattasak Chaowanasai, der die drei Schweden als mutmaßliche zentrale Betreiber und Verwalter der Plattformen beschrieb.

Luxusvillen als Kommandostand – verschlüsselt nach Europa

Nach Darstellung der Behörden versteckten sich die Männer in luxuriösen Poolvillen und sollen von dort aus die Geschäfte über verschlüsselte Netzwerke nach Europa gelenkt haben.

Europäische Ermittlungen hatten zuvor bereits große Mengen an Rauschgift im Umfeld des Netzwerks sichergestellt, anschließend führten digitale und finanzielle Spuren nach Thailand.

Neun Ziele durchsucht – 119 Beweisstücke sichergestellt

Für die Razzien erwirkte die Polizei Durchsuchungsbefehle für neun Objekte in Bangkok und Prachuap Khiri Khan, die anschließend zeitgleich angegangen wurden.

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Insgesamt wurden 119 Gegenstände beschlagnahmt, darunter Computer, Handys, Kreditkarten, Dokumente und digitale Speichermedien, die nun forensisch ausgewertet werden.

Drei Schweden in Gewahrsam – Immigration statt Strafprozess

Die Verdächtigen wurden als schwedische Staatsbürger im Alter von 33 bis 47 Jahren identifiziert und von der Polizei als Mr. Robert (47), Mr. Daniel (39) und Mr. John (33) bezeichnet.

In Thailand laufen zunächst Verfahren nach dem Immigration Act: Mr. Robert wurde wegen unerlaubten Aufenthalts beschuldigt, während Mr. Daniel und Mr. John als „prohibited persons“ eingestuft und in das Immigration Detention Centre Suan Plu gebracht wurden.

Abschiebung nach Schweden – parallele Festnahmen in Europa

Nach Behördenangaben stehen alle drei Männer unter Aufsicht des Immigration Bureau und sollen nach Abschluss der Formalitäten nach Schweden abgeschoben werden.

Parallel griffen Partnerbehörden in Europa und Australien zu, insgesamt wurden in der Gesamtoperation 13 Verdächtige festgenommen und Vermögenswerte von mehr als 100 Millionen Baht sichergestellt.

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Quelle: thaiexaminer.com

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