USA nehmen Thailand wegen Handel ins Visier

🌍 Neue Handelsfront aus Washington: Die US-Regierung nimmt mehrere wichtige Handelspartner ins Visier und prüft mögliche Strafzölle. Auch Thailand steht auf der Liste der untersuchten Länder. Droht jetzt ein neuer Handelskonflikt?

USA nehmen Thailand wegen Handel ins Visier
Photo by geralt on Pixabay

WASHINGTON, USA – Die US-Regierung hat am 11. März eine Untersuchung zu industriellen Überkapazitäten bei 16 großen Handelspartnern gestartet, darunter Thailand. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer stellte neue Zölle bis zum Sommer in Aussicht, während parallel ein weiteres Verfahren zu Importen aus Zwangsarbeit vorbereitet wird.

Neue US-Untersuchung trifft 16 Handelspartner

Die Ankündigung kam am 11. März in Washington, D.C., wo die US-Regierung eine Prüfung gegen 16 bedeutende Handelspartner auf den Weg brachte.

Auf der Liste steht auch Thailand, was die Debatte über mögliche Handelshemmnisse für Exporte aus Südostasien in den USA neu anheizt.

Section 301 – das scharfe Schwert im US-Handelsrecht

Laut Jamieson Greer läuft die Untersuchung unter Section 301 des US-Handelsrechts, einem Instrument, das der Regierung weitreichende Reaktionen bis hin zu Strafzöllen ermöglicht.

Greer erklärte, das Verfahren könne bis zum Sommer in neue Zölle gegen China, die EU, Indien, Japan, Südkorea und Mexiko münden.

Wer außerdem im Visier steht – und wer nicht

Neben den großen Volkswirtschaften umfasst die Untersuchung auch Taiwan, Vietnam, Malaysia, Kambodscha, Singapur, Indonesien, Bangladesch, die Schweiz und Norwegen.

Auffällig ist, dass Kanada als zweitgrößter Handelspartner der USA nicht als Ziel genannt wurde.

Was die USA unter Überkapazität verstehen

Greer sagte, im Fokus stünden Volkswirtschaften mit Anzeichen für strukturelle Überkapazitäten in der Industrie, also etwa bei dauerhaft zu hoher Produktion im Verhältnis zur Nachfrage.

Als Hinweise nannte er unter anderem große Handelsüberschüsse oder ungenutzte Produktionskapazitäten, die Druck auf Preise und Konkurrenz in Importmärkten ausüben können.

Zweites Verfahren – Importwaren aus Zwangsarbeit

Zusätzlich kündigte Greer an, die USA würden am 12. März eine weitere Section-301-Untersuchung eröffnen, die sich gegen Importe richtet, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Dieses zweite Verfahren soll laut Ankündigung mehr als 60 Länder weltweit abdecken und damit deutlich breiter angelegt sein als die Überkapazitätsprüfung.

Diplomatie im Hintergrund – Treffen mit China in Paris

Die Schritte fallen in eine Woche, in der US-Vertreter unter Führung von Finanzminister Scott Bessent Gespräche mit hochrangigen chinesischen Repräsentanten in Paris vorbereiten.

Zugleich steht ein mögliches Treffen zwischen Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping später im Monat in Peking im Raum.

Deine Meinung

Wie konsequent die USA ihre Linie gegen Überkapazitäten und Zwangsarbeit umsetzen, wird entscheidend dafür sein, ob daraus echte Handelsbarrieren oder vor allem politischer Druck entsteht.

Welche Folgen wären aus deiner Sicht für Exporte und Preise spürbar, wenn Thailand in einen neuen US-Zollkonflikt gerät?

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: khaosodenglish.com

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert