BANGKOK – Nach massiver Kritik an überbordenden Steuerzahler-Leistungen wollen Thailands Abgeordnete endlich den Rotstift ansetzen. Im Fokus: die täglichen Gratis-Mahlzeiten für die Parlamentarier. Ein Politiker fordert jetzt radikale Kürzungen!
Warum die Abgeordneten jetzt zittern
Parlamentspräsident Sophon Zarum hat die Initiative ergriffen. Er lud die Fraktionen ein, die üblichen Privilegien der Volksvertreter endlich auf den Prüfstand zu stellen. „Täglich werden Essen für 250 bis 300 Abgeordnete zubereitet“, so Zarum. Nicht genutzte Gelder sollen künftig in die Staatskasse zurückfließen.
Bereits in Kürze könnten die ersten Änderungen umgesetzt werden. Die Botschaft ist klar: Schluss mit Luxus auf Steuerzahler-Kosten!
Politiker rechnet knallhart ab
Dr. Warong Dechgitvigrom, Chef der Thai Pakdee Party, legt jetzt einen radikalen Sparplan vor. Er will nicht nur das Gratis-Essen streichen, sondern gleich zwei weitere Privilegien kippen. Seine Forderung: „Die Abgeordneten verdienen mehr als 100.000 Baht im Monat. Sie können ihre Mahlzeiten selbst bezahlen!“
Die Begründung ist knallhart: Wer soviel verdient, braucht kein kostenloses Mittagessen vom Steuerzahler.
Acht Assistenten pro Abgeordneten – ein Luxus?
Besonders empört zeigt sich Dr. Warong über die Personalausstattung der Parlamentarier. Derzeit stehen jedem Abgeordneten acht Assistenten zu. „Das ist völlig überzogen“, kritisiert der Politiker. „Aus eigener Erfahrung weiß ich: Drei Assistenten reichen völlig aus, um effektiv zu arbeiten.“
Der wahre Skandal: Die üppige Personaldecke wird komplett aus Steuergeldern finanziert. Ein Zustand, den die Öffentlichkeit zunehmend mit Unverständnis quittiert.
Das unglaubliche Renten-Paket für Ex-Politiker
Doch damit nicht genug! Dr. Warong greift das nächste Steuerzahler-Ärgernis an: die lebenslangen Pensionen für ehemalige Abgeordnete. „Schon nach einem Jahr im Amt gibt es lebenslange Renten und umfangreiche Gesundheitsprivilegien“, rechnet der Politiker vor.
Im Vergleich zu normalen Arbeitnehmern sei dieses Paket maßlos übertrieben. „Das ist Steuergeld, das für Politiker ausgegeben wird – während die Bevölkerung sparen muss“, so die klare Ansage.
Die große Chance für Thailands Politik
Dr. Warong will die drei Vorschläge – Essensgeld, Assistenten, Renten – direkt dem Parlamentspräsidenten vorlegen. Entscheidend sei nicht nur das Ergebnis, sondern die Haltung.
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„Das öffentliche Vertrauen in uns Politiker ist gering“, gibt der Abgeordnete unumwunden zu. „Ich will, dass dieser Prozess vom Gewissen der Politiker getrieben wird.“ Die Botschaft: Es geht um Glaubwürdigkeit, nicht ums Sparen.
So geht es jetzt weiter
Parlamentspräsident Sophon Zarum kündigte an, dass die Änderungen noch vor der Sommerpause (Songkran) oder nach der Regierungserklärung umgesetzt werden könnten. Dr. Warong ist optimistisch: „Zumindest müssen wir uns im Grundsatz einigen, dass Abgeordnete ihre eigenen Kosten tragen sollen.“
Sein langfristiges Ziel: „In künftigen Parlamentshaushalten wird es keine Ausgabenposten mehr dafür geben. Dann ist das Problem endgültig gelöst.“
Das müssen Steuerzahler jetzt wissen
Die geplanten Reformen könnten Millionen Baht einsparen. Pro Jahr werden Hunderttausende für Gratis-Mahlzeiten ausgegeben – Geld, das dringend anderweitig gebraucht wird. Die Acht-Assistenten-Regel gilt seit Jahren und wurde bislang nie hinterfragt. Auch die großzügigen Renten für Ex-Politiker sind ein Dauerbrenner in der öffentlichen Kritik.
Für die thailändischen Steuerzahler wäre dies ein wichtiges Signal: Die Politik nimmt die berechtigte Kritik endlich ernst. Ob es bei der Ankündigung bleibt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
Zu viele Privilegien – Ist das noch gerecht?
Kostenlose Mahlzeiten, hohe Gehälter und großzügige Zusatzleistungen – viele Bürger fragen sich, ob das noch angemessen ist.
Sollten Politiker mehr Verantwortung für ihre eigenen Ausgaben übernehmen? Oder gehören solche Leistungen einfach zum Amt dazu? Wie siehst du das – gerecht oder längst überzogen?



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