BANGKOK, THAILAND – Der Listenabgeordnete Chris Potranandana von der Economy Party fordert die Abschaffung der lebenslangen Parlamentspensionen und kündigt an, dass alle drei Abgeordneten seiner Partei keine Ansprüche geltend machen werden. Zugleich verlangt er Transparenz darüber, welche ehemaligen Parlamentarier derzeit Zahlungen erhalten und wie hoch die Belastung für den Staat ist.
Vorstoß im Parlament: Kritik an lebenslangen Zahlungen
Chris Potranandana erklärte im Parlament, die Debatte sei in der vergangenen Woche eskaliert, nachdem er das bestehende System öffentlich kritisiert hatte.
Auslöser sei die Regelung, dass manche Abgeordnete nur eine Legislaturperiode – oder sogar nur wenige Monate – im Parlament sitzen und dennoch lebenslang monatliche Pensionen beziehen können.
„Jackpot“-Vorwurf: Pension trotz kurzer Amtszeit
Der Abgeordnete sagte, einige Parlamentarier würden faktisch „den Jackpot knacken“, indem sie nur kurz ins Parlament einziehen und anschließend dauerhaft profitieren.
Er nannte als Beispiel eine monatliche Zahlung von rund 24.000 Baht, die aus Steuermitteln finanziert werde.
Rechenbeispiele: Millionenbeträge über die Lebenszeit
Laut Chris könnten ehemalige Abgeordnete über 60 Jahre insgesamt 4 bis 5 Millionen Baht an Pensionen erhalten.
Wer bereits in den 30ern ins Parlament komme, nur eine Amtszeit absolviere und dann jahrzehntelang Leistungen beziehe, könne über das Leben gerechnet auf 9 bis 10 Millionen Baht kommen.
Kosten für den Staat: Mehr als 400 Millionen Baht pro Jahr
Chris argumentierte, das System solle gestrichen werden, um öffentliche Mittel zu sparen.
Er bezifferte die jährlichen Kosten für den Staat auf mehr als 400 Millionen Baht.
Verzicht der Economy Party: Keine Anträge auf Pensionsrechte
Auf Kritik in sozialen Medien, er und seine Parteikollegen würden selbst vom System profitieren, reagierte Chris mit einer klaren Ansage.
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Er sagte, er und die zwei weiteren Abgeordneten der Economy Party würden keine Pensionsansprüche beantragen – unabhängig davon, ob sie wiedergewählt werden oder nicht.
Wie viele erhalten bereits Pensionen? Zahlen zu Anspruchsberechtigten
Nach Angaben von Chris beziehen derzeit rund 1.200 ehemalige Parlamentarier Pensionen, darunter frühere Abgeordnete und ehemalige Senatoren.
Insgesamt gebe es etwa 3.000 ehemalige Gesetzgeber, die grundsätzlich als anspruchsberechtigt gelten.
Soziale Abwägung: Hilfe für Bedürftige, nicht für alle
Chris räumte ein, dass manche ehemaligen Abgeordneten tatsächlich Unterstützung benötigen könnten.
Gleichzeitig betonte er, andere seien nicht darauf angewiesen und sollten nicht lebenslang auf Kosten der Steuerzahler abgesichert werden.
Deine Meinung
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