Phuket, Thailand – Ein Senatsausschuss will Phuket, Phang Nga und Krabi nicht länger einzeln entwickeln lassen. Stattdessen sollen die drei Andamanen-Provinzen als ein gemeinsames Wirtschafts-, Tourismus- und Transportzentrum der ASEAN aufgestellt werden. Der Ausschuss sieht darin bessere Chancen für Investoren, Touristen und die Menschen vor Ort.
Andamanen-Provinzen gemeinsam denken
Der Vorschlag wurde am 8. Mai bei einem Informationsbesuch des Senatsausschusses für auswärtige Angelegenheiten in Phuket und Phang Nga bekannt. Ziel der Reise war es, Informationen zu sammeln und Empfehlungen für den Senat und die Regierung vorzubereiten.
Senator Chavapon Watthanavekin, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses, sagte, Phuket und Phang Nga hätten großes Potenzial für hochwertige Investoren und Touristen, wenn Infrastruktur und natürliche Ressourcen systematisch verwaltet würden. Die Provinzen seien wichtige Tore zu Thailand und zur ASEAN an der Andamanenküste.
Vorbild China und Vietnam
Senator Chib Chitniyom, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses, forderte, die Tourismusstandards in der Andamanenregion auf Weltklasse-Niveau zu heben. Als Beispiele nannte er Hubschrauber- und Yachttourismus auf Hainan in China sowie erfolgreiche Tourismusmodelle in Vietnam.
Er verwies auf die Ha-Long-Bucht, Ninh Binh und Sapa. Dort gebe es laut seiner Darstellung besondere Angebote wie Bootstouren, ein eigenes Erlebnis mit Bootsführern, die mit den Füßen rudern, Seilbahnen in Berggebiete sowie Zugang zu Reisterrassen, Hmong-Gemeinschaften und dem Fansipan mit 3.143 Metern Höhe.
Mehr als nur Strand und Besucherzahlen
Chib sagte außerdem, die Andamanen-Provinzen müssten vielfältige, anpassungsfähige und wettbewerbsfähige Tourismusprodukte anbieten. Thailand müsse den Premium-Tourismus neu denken und Erlebnisse schaffen, die regionale Konkurrenten nicht erreichen können.
„Our Andaman Sea is equally beautiful, but the question is, do we dare to design experiences that will draw tourists to us?“, sagte Chib. Zugleich sprach er sich dafür aus, Krabi, Phang Nga und Phuket zu einem Tourismus-Cluster mit koordiniertem Ressourcenmanagement und einheitlichem Marketing zusammenzufassen.
Langfristiger Nutzen für die Menschen vor Ort
Der Ausschuss betonte, das Ziel sei eine nachhaltige langfristige Entwicklung, die den Anwohnern zugutekommt und nicht nur auf schnelles Wachstum durch Besucherzahlen setzt. Chavapon sagte, gezielte Investitionen könnten starke Effekte für Wirtschaft und lokale Gemeinschaften auslösen.
Assoziierter Professor Lae Dilokwittayarat, Ausschussmitglied, äußerte zugleich Zweifel, ob das Bildungssystem in der Region Arbeitskräfte mit den nötigen Fähigkeiten für die Tourismusbranche hervorbringt. Die Ergebnisse des Besuchs sollen nun in politische Empfehlungen für Senat und Regierung einfließen.
Bericht geht an Senat und Regierung
ThaiNewsRoom berichtete, dass der Ausschuss die Erkenntnisse der Exkursion zusammenfassen will, bevor sie als politische Empfehlungen vorgelegt werden. Damit landet der Vorschlag für die gemeinsame Entwicklung der Andamanen-Provinzen direkt auf dem Tisch von Senat und Regierung.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: