Schock in Buriram: Froschjäger flieht vor bewaffneten Soldaten

Schockmoment an der Grenze: Zehn bewaffnete Soldaten aus Kambodscha haben einen Froschjäger in Buriram gejagt. War der Mann auf thailändischem Boden in Lebensgefahr? Er konnte nur knapp entkommen – doch die Hintergründe sind mysteriös.

Schock in Buriram: Froschjäger flieht vor bewaffneten Soldaten
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Buriram, Thailand – Ein Froschgang bei Nacht wird für einen 63-jährigen Mann zum Albtraum: Nahe einem Staudamm traf er mit zwei Begleitern auf bewaffnete kambodschanische Soldaten. Die Gruppe floh, versteckte sich stundenlang und ließ am Ende sogar ein Motorrad zurück. Parallel dazu geriet ein thailändisches Paar in Kambodscha in einen ganz anderen Strudel: Festnahme, Vermisstenmeldung und der Vorwurf, in eine Callcenter-Betrugsmasche geraten zu sein.

Schock im Dunkeln am Damm

Apirak Butphet aus dem Bezirk Ban Kruat in der Provinz Buriram war mit zwei Begleitern beim Froschfangen unterwegs, als sie in der Dunkelheit drei Taschenlampen entdeckten. Weil er zunächst Dorfbewohner vermutete, ging er näher heran und fragte nach ihrem Fang.

Stattdessen standen ihm plötzlich zehn bewaffnete kambodschanische Soldaten gegenüber, die Gewehre und Messer trugen. Nach seinen Angaben war die Kommunikation wegen der Sprachbarriere nicht möglich.

Verfolgung durch Büsche und Schüsse

Apirak schlich sich daraufhin weg und schaltete seine Taschenlampe aus. Etwa zehn weitere Soldaten nahmen laut seiner Schilderung die Verfolgung auf, während er sich in Büschen versteckte und seinen Fang wegwarf, um schneller fliehen zu können.

Seine Begleiter setzten sich auf einem anderen Weg ab. Die Gruppe blieb rund zwei Stunden verborgen, bevor sie wieder hervorkam und das Motorrad zurückließ, um zu entkommen. Während der Verfolgung waren Schüsse zu hören.

Grenzgebiet mit heiklem Ruf

Apirak sagte, das Jagdgebiet liege ein bis zwei Kilometer innerhalb thailändischen Territoriums von der Grenze entfernt. Zugleich räumte er ein, dass die Gegend als bekannter Durchgang für Schmuggler und Schmuggelware gilt.

Der Zwischenfall spielte sich nach seinen Angaben in einem Bereich nahe der Grenze ab, der seit Längerem als Route für illegale Transporte bekannt ist. Für ihn blieb vor allem die Frage, wie weit die Soldaten in das Gebiet vorgedrungen waren.

Thailändisches Paar in Kambodscha festgenommen

In einem getrennten Fall nahmen kambodschanische Beamte an einem Grenzübergang in O Smach ein thailändisches Paar fest. Pongsakorn „Aon“ Phueanpharam ist 25 Jahre alt, Panadda „Dream“ Chokeboonrueang 23.

Beide waren am 24. Februar als vermisst gemeldet worden, nachdem ein Stellenangebot sie in eine Callcenter-Betrugsmasche gelockt hatte. Eine Frau namens Wi sagte später, sie habe das Paar in Kambodscha getroffen, wo alle drei gezwungen worden seien, Konten für eine Betrügerbande zu betreiben.

Gericht vor Abschiebung nach Thailand

Der Journalist Anuwat Fuangthongdang berichtete am 4. März, dass das Paar nach einer Festnahme wegen illegaler Einreise nach Kambodscha nun mit einem Gerichtsverfahren rechnen müsse. Erst danach soll die Abschiebung nach Thailand folgen. Im Raum stehen Berichten zufolge eine mögliche Haftstrafe von acht Monaten und eine Geldstrafe von bis zu 15.000 Baht.

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Quelle: Thaiger

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