BANGKOK, THAILAND – Die Energieregulierer haben eine öffentliche Anhörung zu einer neuen, progressiven Stromtarifstruktur gestartet, die Haushalte mit mittlerem Verbrauch entlasten, hohe Verbraucher aber teurer kommen lassen könnte. Vom 22. Mai bis 5. Juni 2026 können Bürger online Stellung nehmen; die Änderungen sollen ab dem Abrechnungszyklus Juli 2026 gelten. Vier Szenarien zeigen unterschiedliche Lastenverteilungen und sollen den Stromverbrauch effizienter machen.
Öffentliche Anhörung läuft vom 22. Mai bis 5. Juni
Die Office of the Energy Regulatory Commission (ERC) hat vier Szenarien zur Diskussion gestellt und bittet über www.erc.or.th um Feedback. Die Stellungnahmen werden zusammengefasst, bevor die endgültige Tarifstruktur beschlossen wird.
Wenn die neue Struktur verabschiedet wird, soll sie bereits ab dem Abrechnungszyklus Juli 2026 greifen. Die Ergebnisse der Konsultation fließen in die finale Entscheidung ein.
Nulltarif- und Niedrigverbraucher bleiben geschützt
In allen vier Szenarien bleiben Haushalte mit 0–25 Einheiten unverändert geschützt. Die bestehenden Sätze für Grundverbraucher bleiben bestehen.
Das betrifft konkret 2,3488 Baht für die ersten 15 Einheiten und 2,9882 Baht für die nächsten 10 Einheiten, um Haushalte mit sehr geringem Bedarf nicht zu belasten.
Mittlere Verbraucher (26–200 Einheiten) sollen entlastet werden
Die ERC will die Belastung für Haushalte mit mittlerem Verbrauch deutlich senken. Für den Bereich 26–150 Einheiten werden Kürzungen von etwa 0,24–0,71 Baht pro Einheit vorgeschlagen.
Besonders markant ist die geplante Senkung im Bereich 151–200 Einheiten: In allen Szenarien würde der Satz um 1,2218 Baht pro Einheit von 4,2218 Baht auf 3,00 Baht reduziert.
Großverbraucher müssen in mehreren Szenarien mehr zahlen
Bei Verbrauch über 200 Einheiten weichen die vier Szenarien stark voneinander ab. In Szenario 1 und 2 bliebe der Satz für 201–400 Einheiten bei 4,2218 Baht und steigt erst nach 400 Einheiten deutlich an; unter Szenario 1 würde er um 1,0234 Baht auf 5,4451 Baht steigen, unter Szenario 2 läge der höchste Anstieg bei 1,0357 Baht für mehr als 501 Einheiten.
In Szenario 3 und 4 erhöht sich der Preis früher, bereits ab der 201. Einheit um etwa 0,49–0,54 Baht, mit einem Spitzenpreis von rund 4,96–5,00 Baht pro Einheit für Verbräuche über 400 Einheiten. „Szenario 4 wird als der am besten geeignete spezifische Satz für Nutzer angesehen, die mehr als 400 Einheiten verbrauchen. Ihr Stromtarif müsste um durchschnittlich 0,54–1,03 Baht pro Einheit steigen, oder auf einen Durchschnittssatz von 4,96–5,00 Baht pro Einheit. Die Zahlungskurve würde nicht zu stark ansteigen. Die meisten dieser Nutzer befinden sich in Bangkok und den umliegenden Provinzen,“ erklärte ERC-Generalsekretär Poonpat Leesombatpaiboon.
Wer entscheidet über die finale Struktur?
Das Energy Policy and Planning Office (EPPO) hat die Kriterien dem Committee on Energy Policy Administration (CEPA) vorgelegt; CEPA hat die Kriterien genehmigt. Der nächste Schritt ist die Vorlage beim National Energy Policy Council (NEPC) zur endgültigen Genehmigung.
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Die Tarifstruktur wird regulär alle fünf Jahre überprüft; der aktuelle Zyklus umfasst 2026–2030. Industrie- und Gewerbetarife sollen im Laufe des Jahres 2026 separat geprüft werden.
Was das für Haushalte praktisch bedeutet
Die ERC prüft auch Time-of-Use- und Time-of-Day-Systeme, weil die Lastmuster sich verschoben haben und der nächtliche Verbrauch gestiegen ist. Wer den TOU-Tarif wählt und seinen Verbrauch nachts senkt oder besser verteilt, könnte dadurch günstiger fahren. „Die neue Struktur wird die Anpassung an eine stärkere Nutzung sauberer Energie und mehr Solaranlageninstallationen unterstützen, was dazu beiträgt, die Stromkosten zu senken und die Energierichtung des Landes zu unterstützen,“ so Poonpat. Die Konsultation endet am 5. Juni; die Rückmeldungen werden vor der finalen Bekanntgabe ausgewertet.
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Die Erhöhungen, wen sie denn betreffen, bewegen sich m.E. in einem moderaten Rahmen. Was mir allerdings gehörig auf den Senkel geht, sind die Sekunden Ausfälle beim Strom. Bleibt zu hoffen, das die Mehreinnahmen dazu führen, dieses abzustellen.