Chonburi: Jagd auf Scheinfirmen – 70 Unternehmen im Visier

Ausländer missbrauchen Strohmänner für ihre Geschäfte: Behörden leiten in Chonburi Razzien gegen 70 Firmen ein. Bleibt es bei einer Warnung oder droht den betroffenen Unternehmern jetzt die sofortige Schließung?

Chonburi: Jagd auf Scheinfirmen - 70 Unternehmen im Visier
Pattaya News

CHONBURI, THAILAND – Gouverneur Naris Niramaiwong hat die Kontrollen gegen illegale Nominee-Praktiken verschärft und eine groß angelegte Überprüfung von Firmen in der Provinz gestartet. Bei einem Treffen in der Chonburi Provincial Hall wurden 70 Firmen als Hochrisiko identifiziert; Vor-Ort-Inspektionen beginnen im Juni, die Ergebnisse sollen bis Ende Juli vorliegen.

Task Force trifft sich und legt Vorgehen fest

Am Dienstag leitete Gouverneur Naris das zweite operative Treffen 2026 der Chonburi Task Force zur Unterdrückung von Geschäftsverstößen im Phra Raksa Thep Sitzungssaal der Provinzhall. Thema war die verstärkte Aufdeckung von Fällen, in denen thailändische Staatsbürger als Strohmänner für ausländische Investoren eingesetzt werden.

Die Aktion zielt darauf ab, die Fairness im Wettbewerb zu sichern und Schlupflöcher im Gesetz zu schließen, die Ausländern die Kontrolle über Unternehmen ermöglichen könnten, die ihnen nach dem Foreign Business Act B.E. 2542 (1999) nicht offenstehen.

25 Behörden arbeiten zusammen

Die Task Force umfasst nun 25 beteiligte Einheiten, darunter das Eastern Office des Tourism Business Registrar, das Chonburi Immigration Bureau und das Special Investigation Department Region 2. Auch Tourist Police, die Revenue Offices 2 und 3 sowie das Chonburi Provincial Commerce Office sind eingebunden.

Diese behördenübergreifende Zusammenarbeit soll Datenaustausch und Kontrollen vor Ort effektiver machen und Ermittlungen beschleunigen.

70 Firmen in wirtschaftlich aktiven Bezirken

Das Handelsbüro von Chonburi hat 70 juristische Personen als Hochrisiko identifiziert, aus Branchen wie Bauwesen, Einzelhandel, Immobilien, Tourismus, Hotels, Lagerhaltung, Logistik und Transport. Viele der betroffenen Firmen operieren in Banglamung (Pattaya), Sri Racha und Mueang Chonburi.

Die Liste umfasst verschiedene Sektoren mit hoher wirtschaftlicher Aktivität, die nach Angaben der Behörden genauer geprüft werden sollen.

Auf welche Merkmale die Prüfer achten

Als Risikoindikatoren gelten unter anderem die Einräumung größerer Verwaltungsbefugnisse an Ausländer, Stammkapital über 5 Millionen Baht und unregelmäßige Finanz- oder Einkommensmuster. Solche Konstellationen können auf die Nutzung thailändischer Strohmänner hinweisen.

Solche Hinweise verstoßen gegen Bestimmungen des Foreign Business Act, wenn Ausländer dadurch faktisch Kontrolle über ein Unternehmen erlangen, das ihnen rechtlich nicht zugänglich sein sollte.

Briefe, Rückläufe und Zeitplan

Bis zum 21. Mai hatte das Handelsbüro Aufforderungsschreiben an alle 70 Unternehmen und an 199 Anteilseigner verschickt, um Eigentümerstrukturen, Investitionsquellen und Geschäftsabläufe zu klären. 50 Unternehmen haben geantwortet, 20 blieben ohne Rückmeldung.

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Die Behörden planen den Abgleich von Daten, Vor-Ort-Besuche ab Juni und erwarten die vollständigen Ergebnisse bis Ende Juli; die Fälle werden als normal, weiter zu überwachen oder als Gesetzesverstoß eingestuft.

Gouverneur fordert proaktives, faires Vorgehen

Gouverneur Naris betonte die Notwendigkeit von Transparenz, die Verhinderung von Gesetzeslücken und den Schutz nationaler Interessen und forderte die Behörden zu proaktivem und fairem Handeln auf. Er wies auf effizienten Informationsaustausch und strikte Einhaltung des Gesetzes hin.

Er unterstrich, dass die Task Force weiterhin eng zusammenarbeiten werde, um die Integrität des Wirtschaftsstandorts Chonburi zu sichern und illegale Praktiken konsequent zu verfolgen.

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Quelle: Pattaya News

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