KRABI, THAILAND – Behörden in Krabi haben einen Zoo im Unterbezirk Sai Thai durchsucht, weil Ermittler den Verdacht haben, dass israelische Investoren über Strohmänner die tatsächliche Kontrolle ausübten. Die Aktion ist Teil einer landesweiten Razzia gegen Ausländer, die thailändische Anteilseigner nur als Scheinbesitzer einsetzen; Beamte sicherten Beweise und prüfen nun Finanzen und Tierschutzunterlagen.
Task Force unter Leitung von Gouverneur und Polizei
Eine gemeinsame Task Force unter Gouverneur Angkul Silatevakul und Polizeimajorgeneral Sukasem Nakornwilai inspizierte den Zoo am Freitag. Dem Team gehörten Einwanderungsbeamte, Verwaltungsbehörden, das Internal Security Operations Command und das Provinz-Viehzuchtamt an.
Die Untersuchung folgte Geheimdiensthinweisen, wonach die Unternehmensstruktur ausländisches Eigentum verschleiere. Die Behörden sagten, sie wollten die Integrität thailändischer Geschäftsregeln schützen.
Israelische Investoren sollen Betrieb kontrolliert haben
Ermittler fanden laut Angaben, dass israelische Staatsangehörige an Planung, Gründung und Leitung des Zoos beteiligt waren. Obwohl sie nur 49 % der Anteile hielten, sollen sie die operative Kontrolle und die Bankkonten geführt haben.
Die thailändischen Anteilseigner hätten die formelle Mehrheit von 51 % durch vier wechselnde Personen aufrechterhalten, heißt es. Behörden vermuten, dass diese thailändischen Gesellschafter nur nominelle Vertreter waren.
Handys und digitale Beweise sichergestellt
Beamte sicherten Mobiltelefone, elektronische Geräte und Online-Kommunikation als Beweismaterial. Die sichergestellten Daten sollen Pläne zu Aktionärsvereinbarungen, Unternehmensführung und verschleierten Abläufen zeigen.
Die Ermittler verfolgen derzeit die Finanzströme und die Herkunft der Investitionen, um die tatsächlichen wirtschaftlichen Nutznießer zu identifizieren. Ergebnisse sollen zeigen, wer von den Gewinnen profitiert hat.
Veterinäramt prüft Tierhaltung und Papiere
Das Provinz-Veterinäramt untersuchte die Tierschutzbedingungen vor Ort und die Dokumentation des Tierbesitzes. Behörden prüften, ob gesetzliche Standards für tourismusbezogene Tierbetriebe eingehalten wurden.
Sollten Verstöße festgestellt werden, kündigten die Beamten strikte Durchsetzung und rechtliche Schritte an. Die Inspektion diente damit auch dem Schutz von Tieren und Besuchern.
Fall Teil einer landesweiten Aktion gegen Strohmänner
Die Ermittlungen in Krabi gehören zu einer größeren Aktion gegen Ausländer, die angeblich illegale Strohmänner zur Führung von Unternehmen einsetzen. Staatsvertreter betonen, dass solche Konstruktionen gegen thailändische Wirtschaftsregeln verstoßen können.
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Behörden sehen darin eine Gefährdung der wirtschaftlichen Souveränität und wollen ähnliche Strukturen landesweit aufdecken. Krabi ist einer von mehreren Prüfungsorten in dieser Razzia.
Ausweitung der Ermittlungen und mögliche Folgen
Gouverneur Angkul erklärte, die Operation diene der Wahrung fairer Geschäftspraktiken und dem Schutz thailändischer Staatsbürger vor Ausbeutung als Strohmänner. Die Ermittlungen sollen auf verbundene Personen und Unternehmen ausgedehnt und bei Verstößen rechtliche Schritte eingeleitet werden.
Die Behörden verfolgen derzeit Finanzströme, Investitionsquellen und identifizieren die tatsächlichen wirtschaftlichen Nutznießer des Unternehmens.



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