Großrazzia in Thailand: Chinesische Betrüger mit 90-Millionen-Beute gefasst

Die Bande versteckte sich mit Rentner-Visa in Luxusvillen: Jetzt enthüllen Behörden die perfiden Hintergründe des Millionen-Schwindels. Was passiert nun?

Großrazzia in Thailand: Chinesische Betrüger mit 90-Millionen-Beute gefasst
Royal Thai Police

CHON BURI, THAILAND – Vier chinesische Staatsangehörige, die in Wuhan wegen eines Entschädigungsbetrugs über mehr als 18 Millionen Yuan gesucht wurden, sind in Thailand festgenommen worden. Drei Verdächtige griffen Ermittler in einer Luxusresidenz in Tambon Huai Yai auf, die vierte Person wurde am Flughafen Suvarnabhumi gestellt. Die Festnahmen beenden eine grenzüberschreitende Fahndung und lösten Auslieferungsverfahren nach China aus.

Drei in Luxusresidenz, eine am Flughafen

Polizeibeamte nahmen Herrn Chen (55), Herrn Yuan (54) und Herrn Fei (51) in einer Villa im Bezirk Bang Lamung, Tambon Huai Yai, fest. Frau Luo (54) wurde separat am internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Samut Prakan in Gewahrsam genommen.

Alle vier wurden nach Angaben der Behörden gemäß dem Einwanderungsgesetz festgenommen und in eine Haftanstalt der Einwanderungsbehörde überstellt. Damit endete nach Angaben der Ermittler eine Suche, die sich von Wuhan bis nach Thailand erstreckte.

Anklage: Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe

Den Festgenommenen wird vorgeworfen, Entschädigungszahlungen für Abriss- und Landenteignungsprojekte in Wuhan in Höhe von mehr als 18 Millionen Yuan veruntreut zu haben. Der geschätzte Schaden in thailändischer Währung beträgt fast 87 Millionen Baht.

Die Vorwürfe lauten auf Betrug und Dokumentenfälschung; Ermittler sagen, die Gruppe habe gefälschte Ansprüche gestellt, um Zahlungen zu erhalten. Behörden führen auch Proxykonten und die Nutzung fremder Identitäten als Teil des Systems an.

Ermittler schildern den mutmaßlichen Modus

Nach Angaben der Ermittler stützte sich das angebliche System auf gefälschte Unterlagen und Aufzeichnungen, die Entschädigungsansprüche stützen sollten. Außerdem sollen Namen anderer Personen und Bankkonten Dritter genutzt worden sein, um Geldflüsse zu verschleiern.

Die Behörden vermuten, dass die Methoden in mehreren Phasen des Entschädigungsprozesses angewendet wurden, um Gelder von der Wuhan New City Land Management Co. zu bekommen. Ermittler sagen, die Abläufe hätten geholfen, die Verbindungen zu den Verdächtigen zu verbergen.

Gezielte Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

Die Festnahmen folgten einem Ersuchen, das über das Lancang‑Mekong Law Enforcement Cooperation Centre eingegangen war, und einer gemeinsamen Operation thailändischer und chinesischer Behörden. Die Special Service Division (SSD) und die Einwanderungsbehörde führten die Aktion nach Angaben der Polizei durch.

Leitend waren Polizeigeneralleutnant Natthasak Chaowanasai vom Central Investigation Bureau und Polizeigeneralmajor Theerachart Theerachartdamrong, Kommandeur der SSD. Für die Durchsuchung lag ein Beschluss des Provinzgerichts Pattaya vor.

Rentenvisa und Überwachung als Spur

Ermittler fanden heraus, dass sich die Verdächtigen mit Rentenvisa in Thailand aufgehalten hatten und in einer Luxusunterkunft lebten. Überwachungs- und Beweissicherungsmaßnahmen führten den Angaben zufolge schließlich zur Identifizierung der Wohnadresse.

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Drei Personen wurden bei der Razzia in der Residenz festgenommen, die vierte Person am Flughafen. Weitere Details zu ihren Aufenthaltsbewegungen vor den Festnahmen gaben die Behörden nicht bekannt.

Inhaftiert, Auslieferung läuft

Alle vier Verdächtigen befinden sich derzeit in einer Hafteinrichtung der Einwanderungsbehörde und warten auf die Auslieferungsverfahren nach China. Die Behörden stufen die Beschuldigten als Personen ein, die eine Bedrohung für die Gesellschaft, die öffentliche Sicherheit oder die nationale Sicherheit darstellen.

Die Auslieferungsverfahren werden von den zuständigen Behörden koordiniert, um eine rechtmäßige Übergabe an die chinesischen Strafverfolgungsbehörden zu gewährleisten. Die thailändischen Behörden überwachen die Verdächtigen weiterhin eng, um Fluchtversuche zu verhindern.

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Quelle: Thai Examiner

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