Liebesbetrug: Afrikanisches Drogen-Netzwerk ausgehoben (Video)

Mit den Gefühlen junger Frauen finanzierten Kriminelle ein Drogenimperium. Über Chat-Apps lockten sie ihre Opfer in lebensgefährliche Kurierfahrten. Jetzt schlug das CIB zu. Wie tief reicht dieser Sumpf?

Liebesbetrug: Afrikanisches Drogen-Netzwerk ausgehoben (Video)
Amarin

BANGKOK – Am Freitag, dem 13. Juni, klickten die Handschellen: Zwei Nigerianer und eine Thailänderin wurden in einer koordinierten Aktion verhaftet. Sie sollen Teil eines internationalen Drogenrings sein, der auf besonders perfide Weise neue Kuriere rekrutierte – mit falschen Liebesversprechen im Netz.

Verhaftet mit 25 Millionen Baht heissem Stoff

Die Polizei durchsuchte zeitgleich mehrere Orte in Bangkok und Samut Prakan. Dabei stellten die Beamten Heroin und Kokain im geschätzten Wert von über 25 Millionen Baht sicher.

Der Zugriff erfolgte durch das Central Investigation Bureau (CIB) und die Crime Suppression Division (CSD). Die Ermittler waren dem Netzwerk nach monatelanger Observation auf der Spur.

Die Rekruten-Falle: Erst die Liebe, dann das Verbrechen

Nach Erkenntnissen der Polizei erstellten die Drahtzieher falsche Profile auf Dating-Apps und Facebook. Mit Bildern attraktiver Ausländer gaben sie sich als Geschäftsleute, Ingenieure oder Militärs aus, um das Vertrauen thailändischer Frauen zu gewinnen.

Sobald die Frauen emotional abhängig waren, zog man sie von den offenen Plattformen auf WhatsApp. Dort folgte dann der entscheidende Deal: Ein lukrativer Kurierjob, bei dem sie einfach nur ein Paket über die Grenze bringen sollten.

Vom Online-Flirt zur Drogenkurierin

Genau so erging es der 23-jährigen Lalita. Sie lernte Mitte 2025 auf Facebook einen Mann namens „Mc General“ kennen. Der vermeintliche Traummann schickte sie bald danach in ein Nachbarland, um Ware abzuholen.

Für jede der drei Fahrten soll die Thailänderin zwischen 40.000 und 50.000 Baht kassiert haben. Der Schmuggel selbst lief über natürliche Grenzübergänge in Nong Khai, wobei lange Heckboote zum Einsatz kamen.

Die Anklage: Ein Koffer voller Drogen

Die Falle schnappte zu, als Lalita mit einem Koffer voller Rauschgift nach Bangkok zurückkehrte. Sie checkte in einem Hotel in Ramkhamhaeng ein, ohne zu ahnen, dass die Polizei schon jeden ihrer Schritte verfolgte.

Die Beamten observierten, wie die Lieferungen an die beiden nigerianischen Abnehmer übergeben wurden. Dann griffen sie zu. Der 39-jährige Emeka wurde an einer Mautstelle auf dem Motorway 9 in Samut Prakan gestoppt, sein 45-jähriger Komplize Anayo in der Ramkhamhaeng Soi 24.

Emeka leugnet, Anayo und Lalita packen aus

Im Verhör zeigten sich die drei völlig unterschiedlich geständnisbereit. Lalita gab laut Polizei zu, gleich dreimal Heroin und Kokain transportiert zu haben. Sie schilderte den Ablauf der drei Touren detailliert.

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Auch Anayo räumte ein, das Kokain erhalten zu haben. Er erklärte, es sei bereits für den Straßenverkauf vorbereitet gewesen. Emeka dagegen stritt alle Vorwürfe pauschal ab.

Die Behörden warnen vor der Verführungsfalle

Während die Ermittler nun die restlichen Hintermänner jagen, warnt das CIB die Bevölkerung vor diesem miesen Trick. Die Masche, aus verliebten Opfern Drogenkuriere zu machen, sei tückisch und schwer zu durchschauen.

Die Chefermittler raten eindringlich zur Vorsicht bei Online-Flirts, die sich ungewöhnlich schnell hochschaukeln und merkwürdige Reisen ins Spiel bringen. Der Prozess gegen das Trio wird derweil vorbereitet.

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Quelle: Amarin

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