BANGKOK, THAILAND – Ein führender Klimaexperte schlägt Alarm: Thailand droht 2027 ein „Super El Niño“-Ereignis, das das Land mit extremer Hitze, Dürre und chaotischen Wetterverhältnissen überziehen könnte. Die Wahrscheinlichkeit für eine gefährliche Intensivierung liegt bei mehr als 60 Prozent.
Klimamodelle schlagen aus
Außerordentlicher Professor Seree Supratid, Direktor des Zentrums für Klimawandel und Katastrophen an der Rangsit-Universität, sieht die Warnsignale deutlich. Internationale Klimamodelle bestätigen, dass sich die El-Niño-Bedingungen bereits jetzt weltweit aufbauen.
Mit über 60-prozentiger Sicherheit, so der Experte, werde sich das Phänomen zu einem schweren und weitreichenden Ereignis verstärken. Die Folgen wären für Thailand massiv spürbar.
Gluthitze bis zu 54 Grad in Bangkok
Die konkrete Temperaturprognose ist beunruhigend: Bis April nächsten Jahres könnten die Durchschnittstemperaturen landesweit um 1,5 bis 2,5 Grad Celsius in die Höhe schießen. In einzelnen Regionen drohen Dürren, in anderen gleichzeitig Überschwemmungen.
Für Bangkok erwartet Seree Durchschnittswerte von 39 bis 41 Grad. Der gefühlte Hitzeindex könnte auf unerträgliche 50 bis 54 Grad klettern – eine unmittelbare Gefahr für Hitzeschlag und andere hitzebedingte Erkrankungen.
Stromnetz am Limit
Die brütende Hitze wird die Stromversorgung des Landes vor eine Zerreißprobe stellen. Der Experte warnt, dass der explodierende Bedarf an Klimaanlagen die Netze überlasten und örtliche Stromausfälle auslösen könnte.
Zusätzlich beschleunigen die extrem hohen Temperaturen die Verdunstung. Dadurch schrumpfen die für Landwirtschaft und Ökosysteme überlebenswichtigen Wasserreserven drastisch.
Freiluft-Arbeit muss angepasst werden
Seree Supratid richtet einen dringenden Appell an alle Sektoren, die im Freien arbeiten. Der Schutz der Menschen müsse jetzt oberste Priorität haben.
Die Arbeitszeiten müssten zwingend an die neue Hitze-Realität angepasst werden. Längere Pausen während der heißesten Tagesstunden seien unumgänglich, um Arbeiter vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren.



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