WICHIT, PHUKET – Ein ausländischer Tourist hat in einem verlassenen achtstöckigen Rohbau in Phuket für Entsetzen gesorgt: Er setzte sich auf die ungesicherte Dachkante, ließ die Beine baumeln und posierte für Fotos, während ein Anwohner die Aktion filmte und eindringlich warnte. Der Vorfall weckt Erinnerungen an einen tödlichen Sturz an derselben Stelle.
Tourist auf der Dachkante gefilmt
Das Video zeigt den Mann auf der obersten Etage der Betonruine, beide Beine hängen über den Abgrund. Im Hintergrund ist ein Thailänder zu hören, der die Gefahr sofort erkennt und ruft: „Was passiert, wenn dieser Ausländer fällt? Macht so etwas nicht! Das ist gefährlich, sehr gefährlich.“
Anwohner hatten die Szene aufgezeichnet und in sozialen Netzwerken geteilt. Innerhalb kurzer Zeit verbreitete sich das Material und wurde von mehreren thailändischen Nachrichtenportalen erneut aufgegriffen.
Bruchbude ohne jede Absicherung
Das Bauprojekt liegt seit über vier Jahren still. Schutzmauern oder Balkongeländer existieren auf keinem der acht Stockwerke, im Erdgeschoss liegen Baumaterialien und freiliegende Stahlstäbe – eine tödliche Kulisse für jeden, der das Grundstück betritt.
Bereits in der Vergangenheit starb ein thailändischer Staatsbürger, nachdem er vom Dach desselben Gebäudes gestürzt war. Anwohner erinnern eindringlich an diesen Todesfall, um Besucher abzuschrecken.
Verkäufer als Wachposten
Der Eigentümer des Geländes duldet am Eingang Verkaufsstände – im Gegenzug sollen die Händler das verlassene Gebäude im Blick behalten. Genau diese Verkäufer bemerkten die ausländische Gruppe, als sie das Grundstück betrat.
Sie gaben an, die Touristen beim Betreten gesehen zu haben, doch ob sie einschritten, geht aus den Berichten nicht hervor. Das Areal ist nicht eingezäunt und für jeden zugänglich.
Anwohner schlagen Alarm
Thailändische wie ausländische Besucher werden von den Einheimischen dringend aufgefordert, die baufällige Immobilie nicht zu betreten. Neben der hohen Verletzungsgefahr drohen rechtliche Konsequenzen wegen Hausfriedensbruchs, sobald jemand ohne Erlaubnis auf das Privatgrundstück geht.
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Offizielle Maßnahmen gegen den fotografierten Urlauber blieben bislang aus. Weder ist klar, ob der Eigentümer überhaupt informiert wurde, noch ob Behörden den Vorfall weiterverfolgen.
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Der Selfie-Wahn kennt keine Grenzen.