BANGKOK – Die Stadtverwaltung will Bangkok mit einem neuen Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft umbauen. Ziel ist es, täglich 1.380 Tonnen Abfall geordnet der Entsorgung zuzuführen. Ein digitales Trackingsystem für Müllrouten und die Aufwertung der Altstoffsammler zu registrierten Fachkräften sind zwei der neun zentralen Maßnahmen.
Neun Maßnahmen für die Kreislaufwirtschaft
Der stellvertretende Gouverneur Pornphrom N.S. Wikitset stellte am Morgen des 31. Juli den Entwurf des Aktionsplans für die Haushaltsjahre 2027 bis 2030 vor. Die Strategie entstand in Zusammenarbeit mit dem Thailand Circular Economy Netzwerk und PPP Plastics.
Der Plan legt neun Hauptbereiche fest, die das Abfallmanagement vom Ursprung bis zur Endverwertung lenken sollen. Er zielt darauf ab, Müllmengen zu drücken und die gesamte Bewirtschaftung auf ein Kreislaufprinzip umzustellen.
10.000 Stationen für Wasser und Kampf gegen Wegwerfplastik
Unter dem Punkt „Bangkok Reduce & Reuse“ will die Stadt die Zahl öffentlicher Wasserauffüllstationen auf 10.000 erhöhen. Gleichzeitig werden Mehrwegbehältersysteme und Reparaturwerkstätten gefördert, um Einwegplastik zurückzudrängen.
Ein weiterer Fokus liegt auf 1.000 kommunalen Abfallmanagementzentren. Diese sollen organische Reste verarbeiten, Kompost herstellen und als Abfallbanken sowie integrierte Recyclingpunkte dienen.
Das On Nut Zentrum wird zum grünen Sortierpark
Das 216 Rai große Gelände in On Nut soll zum „Bangkok Green Eco Park“ aufgewertet werden. Die Fläche wird zur Grünanlage mit Lernzentrum und dient als zentrales Endsortierwerk.
Ergänzend dazu will die Verwaltung den privaten Sektor per Pilotprojekt einbinden. Unternehmen sollen tageweise die getrennte Abfallsammlung übernehmen. Ein Track-and-Trace-System macht die Müllrouten lückenlos sichtbar.
Registrierung für 2.000 Altstoffsammler
Der Plan sieht vor, 2.000 informelle Altstoffsammler, bekannt als „Saleng“, offiziell zu registrieren und zu schulen. Damit bindet die Stadt sie in ein digitales System für „grüne Jobs“ ein.
Zusätzlich sollen Biomasseabfälle aus Zweigen und Blättern zu Biokohle verarbeitet werden. Das Endprodukt verbessert den Boden in Bangkoks Grünflächen.
Lenkungsausschuss und offene Daten geplant
Ein neu zu bildendes Gremium aus Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft und Privatsektor soll die Umsetzung systematisch steuern. Parallel drängt der Plan auf eine Verordnung, die große Müllverursacher zur Trennung zwingt und ein offenes Datensystem schafft. Das Umweltamt der Stadtverwaltung erklärte sich bereit, mit allen Netzwerkpartnern zu kooperieren. Das Ziel ist, Bangkok zu einem Zentrum der Kreislaufwirtschaft zu machen.
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s.a. hier:
1) schaut mal hier: sepcoindustries
insbesondere die Videos
2)
Länder mit landesweitem Verbot von Einweg-Plastiktüten
* Ruanda – eines der ersten Länder mit einem sehr strengen Verbot (seit 2008).
* Kenia – sehr strenges Verbot mit hohen Geld- und Freiheitsstrafen.
* Tansania
* Marokko
* Chile
* Neuseeland
* Kanada (bundesweite Regelungen gegen viele Einweg-Kunststoffprodukte, einschließlich Einkaufstüten, wurden eingeführt; der Rechtsrahmen hat sich jedoch durch Gerichtsverfahren teilweise verändert.)
* Indien – landesweites Verbot bestimmter Einweg-Kunststoffprodukte, wobei die Umsetzung je nach Bundesstaat unterschiedlich ist.
Europäische Länder
In der Europäische Union gibt es kein einheitliches Verbot, aber alle Mitgliedstaaten müssen den Verbrauch von leichten Plastiktüten deutlich reduzieren. Viele Länder haben deshalb:
* Verbote für sehr leichte Einweg-Plastiktüten,
* Gebühren auf Plastiktüten oder
* strenge Einschränkungen eingeführt.
Beispiele sind:
* Deutschland (Verbot leichter Kunststofftragetaschen seit 2022, mit wenigen Ausnahmen wie sehr dünnen Obst- und Gemüsetüten)
* Frankreich
* Italien
* Spanien
Länder mit Abgaben statt Verboten
Einige Staaten setzen eher auf Gebühren, um den Verbrauch zu senken, zum Beispiel:
* Irland (Vorreiter mit einer erfolgreichen Plastiktütenabgabe)
* Vereinigtes Königreich
* Dänemark
Insgesamt haben inzwischen mehr als 100 Länder nationale oder regionale Maßnahmen gegen Einweg-Plastiktüten eingeführt – von Gebühren über Teilverbote bis hin zu vollständigen Verboten. Die genauen Vorschriften unterscheiden sich jedoch erheblich und werden in vielen Ländern regelmäßig angepasst.