Ausländischer Top-Pilot in Bangkok obdachlos: Thai-Beamte helfen

Ein ehemaliger Top-Pilot von Manila wurde obdachlos in Bangkok gefunden und lehnte Hilfe ab. Jetzt wollen Beamte und Helfer den Mann aus seiner Not befreien.

Ausländischer Top-Pilot in Bangkok obdachlos: Thai-Beamte helfen
Facebook/Mirror Foundation

BANGKOK, Thailand – Ein ehemaliger Pilot, der einst für Philippine Airlines und AirAsia im Cockpit saß, wurde schwer verletzt und obdachlos unter der BTS-Station Ploen Chit entdeckt. Der 58-jährige Mann lehnte medizinische Hilfe tagelang ab, bis die Mirror Foundation ihn überreden konnte. Jetzt prüfen die philippinische Botschaft und thailändische Behörden seine Identität.

Entdeckung unter der Hochbahnstation

Ein thailändischer Passant fand den Mann am 29. Juli auf dem Heimweg. Er lag unter der Station, mit tiefen Schnitten und Schürfwunden an einem Bein – die Wunden waren unbehandelt und mit dickem Schorf bedeckt.

Sicherheitskräfte eines nahen Wohnkomplexes berichteten, der Mann halte sich bereits seit dem 27. Juli dort auf. Mehrere Menschen hatten versucht zu helfen, doch er lehnte jedes Mal ab.

Absturz eines Piloten

Der Obdachlose stellte sich als Larry Malpaya vor, ein philippinischer Staatsbürger. Er sagte, er lebe seit etwa 20 Jahren in Thailand, war früher mit einer Thailänderin verheiratet und inzwischen geschieden. Seine Ex-Frau und der Verlust der Karriere bewegten ihn sehr.

Recherchen des Passanten bestätigten Malpayas Vergangenheit: Er war Kapitän bei Philippine Airlines und Philippines AirAsia. Während der frühen Covid-19-Pandemie flog er freiwillig Sondermissionen. Später verlor er durch Aktieninvestitionen sein gesamtes Vermögen und wurde obdachlos.

„Ich kann die Rechnung nicht zahlen“

Malpaya lehnte ärztliche Hilfe ab, weil er weder Geld noch eine Krankenversicherung oder Ausweispapiere hatte. Er fürchtete, die Krankenhausrechnungen niemals bezahlen zu können. Stattdessen bat er nur um Trinkwasser und pflanzliche Medizin.

Er bot dem Helfer 120 Baht, damit dieser ihm Wasser aus dem Supermarkt hole. Der Passant lehnte das Geld ab und kaufte ihm Wasser, Brot und Schmerzmittel.

Mirror Foundation bringt die Wende

Noch während des Gesprächs traf ein Team der Mirror Foundation ein. Die Organisation hatte bereits einen Notarzt alarmiert. Malpaya zögerte dennoch weiter.

Erst nach eindringlichem Zureden willigte er ein. Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus. Die Mirror Foundation bestätigte die medizinische Versorgung.

Identitätsprüfung und nächste Schritte

Malpaya litt zudem an Diabetes, was seinen Gesundheitszustand zusätzlich erschwerte. Die Mirror Foundation stimmt sich jetzt mit der philippinischen Botschaft und den zuständigen thailändischen Behörden ab. Noch ist Malpayas Identität nicht amtlich bestätigt.

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Quelle: Thai Examiner

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