SURAT THANI – Eine träge Fahrt auf dem Highway 41 ist einem chinesischen Staatsbürger zum Verhängnis geworden. Der 34-Jährige saß ohne gültige Papiere in einem SUV, als die Autobahnpolizei das Fahrzeug stoppte. Hinter ihm lag eine illegale Einreise über die grüne Grenze – vor ihm ein offener Haftbefehl aus Taiwan.
Langsamer Fortuner zieht Polizei an
Der Toyota Fortuner kroch am 28. Juli 2026 so gemächlich über die rechte Spur des Asian Highway, dass er den Verkehr behinderte. Beamte der Highway Police Division winkten das Fahrzeug im Bezirk Tha Chang heraus.
Hinter dem Steuer saß der 48-jährige Thailänder Chaiyut, auf dem Beifahrersitz ein Mann ohne jedes Reisedokument: der Chinese Liao. Ein Dolmetscher musste vermitteln, denn der 34-Jährige konnte keine Aufenthaltserlaubnis vorzeigen.
Zwei Jahre und ein Schleichweg
Liao schilderte, er sei vor rund zwei Jahren erstmals nach Thailand gekommen und habe danach in Kambodscha gearbeitet. Vor vier oder fünf Tagen kehrte er zurück – nicht durch einen Grenzposten, sondern über natürliches Gelände.
Jemand habe ihn dafür bezahlt, ihn in eine südliche Provinz zu bringen. Sein Ziel: ein drittes Land, in dem er Arbeit finden wollte. Die Polizei nahm das SUV und ein iPhone an sich.
Fahrer kassierte 18.000 Baht
Chaiyut machte kein Geheimnis aus seinem Auftrag. Ein Mann namens „Sia J“ habe ihm 18.000 Baht geboten, um Liao von einem Markt in einer Zentralprovinz an die Südgrenze zu fahren.
Er wusste, dass der Passagier keine gültigen Papiere besaß. Nach eigenen Angaben hatte er schon einmal einen ähnlichen Job übernommen.
Zwei Anklagen, eine gesuchte Person
Für Liao folgte die Anklage wegen unerlaubter Einreise. Chaiyut wird vorgeworfen, einem Ausländer ohne legalen Status geholfen zu haben, sich einer Festnahme zu entziehen.
Beide Männer übergaben die Beamten an das Ermittlerteam der Tha Chang Police Station. Schon während der Überprüfung kontaktierten die thailändischen Fahnder ihre taiwanischen Kollegen.
Taiwan wartet bereits
Die Rückmeldung aus Taiwan war eindeutig: Gegen Liao liegt ein Haftbefehl vor, er ist vorbestraft. Sobald die thailändischen Verfahren abgeschlossen sind, leiten die Behörden die Überstellung ein.
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Dann wird der 34-Jährige nach Taiwan gebracht, wo ihm dort ein Strafverfahren bevorsteht. Für den Fahrer bleiben die Ermittlungen in Thailand – und die Frage, wer sich hinter „Sia J“ verbirgt.
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