BANGKOK/PHUKET – Thailands Umweltminister Suchart Chomklin schlägt zurück. Nach Jahren der Ohnmacht gegenüber illegalen Strandbesetzern und Schutzgelderpressern in Phuket kündigte er am 16. Juni 2026 ein massives Durchgreifen an. Spezialeinheiten sollen die Strände zurückerobern, und der Minister droht: „Wir werden alles zurückholen.“
Durchgreifen bis Mitte Juli angekündigt
Die Geduld der Regierung ist am Ende. Vor dem Regierungshaus in Bangkok erklärte Suchart, dass die Strände der Provinz Phuket der Bevölkerung zurückgegeben werden müssen. Ein konkreter Zeitplan stehe: Nach Ablauf von 45-tägigen Berufungsfristen sollen ab Mitte Juli abschnittsweise die ersten Räumungen illegaler Bauten und Besetzungen erfolgen.
Bis dahin werden die besetzten Flächen unter genauer Beobachtung stehen. Der Minister betonte jedoch: „Jetzt lassen wir sie erst einmal gewähren und warten noch ein wenig.“ Sobald die Fristen abgelaufen sind, werde man rechtlich mit aller Härte vorgehen.
Neue Taskforce soll Strände dauerhaft sichern
Um ein erneutes Vordringen der Besetzer nach einer Räumung zu verhindern, setzt das Ministerium auf eine neue Strategie. Eine gemeinsame Spezialeinheit wird direkt vor Ort stationiert. Diese Taskforce setzt sich aus Kräften der Forstbehörde, der Nationalparkbehörde sowie den Elitetruppen „Chalam-Khao“ (Weißer Hai) und „Phayak-Phrai“ (Tiger) zusammen.
Das Ziel ist klar: Den Bürgern und Fischern soll der Zugang zu den Stränden wieder dauerhaft ermöglicht werden. Der Zustand, dass bewaffnete Gruppen von Einheimischen Geld verlangen, um an den Strand zu gehen, müsse sofort beendet werden, so der Minister.
300 Baht und Schüsse – "Das sind Kleinkriminelle"
Der Minister schilderte drastisch die aktuelle Lage an einigen Stränden Phukets. „Es kann nicht sein, dass Bürger an den Strand gehen und jemand 300 Baht Eintritt verlangt“, sagte er. Noch schlimmer seien die Fälle, in denen sogenannte Mafia-Gruppen mit Waffen auf Fischerboote und einheimische Bürger schössen.
Für dieses Verhalten fand Suchart deutliche Worte: „Das ist das Verhalten von Kleinkriminellen, so etwas darf nicht sein. Heute müssen wir es für die Bürger zurückholen.“ Die Schikanen müssten ein für alle Mal ein Ende haben.
Premierminister befiehlt Härte gegen alle Beteiligten
Bei der Aktion werde es keine Rücksicht auf irgendjemanden geben, stellte Suchart klar. Der Premierminister habe ihm den strikten Befehl erteilt, auf niemanden Rücksicht zu nehmen. „Egal ob es sich um Beamte, Behörden oder sein eigenes Ministerium handelt, er schont niemanden.“
Auf Berichte über mögliche Verstrickungen von Behördenvertretern in die illegalen Geschäfte angesprochen, sagte der Minister, er beschuldige niemanden direkt. Wenn aber jemand einen Fehler gemacht habe, werde das Konsequenzen haben.
Chanote-Titel im Visier der Behörden
Ein besonderes Augenmerk liegt auf unrechtmäßig ausgestellten Landtiteln. Als Beispiel nannte der Minister den Sirinat-Nationalpark in Phuket. In dem geschützten Gebiet gebe es mehrere Hotels, für die Gerichte bereits rechtskräftige Abrissurteile erlassen hätten, die aber noch stünden.
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Suchart kündigte an, die entsprechenden Eigentumsurkunden an die Liegenschaftsbehörde zu übermitteln, um die widerrechtlichen Dokumente zu widerrufen. Er werde noch viele weitere bekannte Hotels abreißen lassen, denn das Gericht habe es so verfügt: „Auch wenn es schade ist, müssen wir dem Gesetz folgen.“
Druck auf Beamte vor Ort eingeräumt
Der Minister räumte ein, dass es bei der Durchsetzung vor Ort erhebliche Probleme gibt. Beamte, die zur Überprüfung entsandt wurden, stünden unter massivem Druck und hätten Angst um ihre Sicherheit und die ihrer Familien.
Für jene, die die Situation nicht mehr aushalten, hält das Ministerium eine Lösung bereit: Sie können eine Versetzung beantragen. „Wir werden neue Leute einsetzen, die die Arbeit übernehmen“, erklärte Suchart.
Bürger müssen sich noch bis zur Räumung gedulden
Über 50 Rai Waldland in der Gemeinde Choeng Thale sind Berichten zufolge allein von einem Team besetzt, das mit einem stellvertretenden Gouverneur in Verbindung gebracht wird. Gegen den vor Jahren bereits geräumten Nui Beach laufen nun neue rechtliche Schritte, weil das Land erneut besetzt wurde.
Der Minister verspricht, dass die Strände diesmal dauerhaft geschützt werden. Die Öffentlichkeit könne etwa Mitte Juli sehen, wie die Grundstücke nach und nach geräumt werden. Der entscheidende Unterschied zu früher: Diesmal bleibt die Spezialeinheit direkt vor Ort.



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