Vergewaltiger flüchtet in den Tod: Selbstmord in Polizeizelle

Nach Vergewaltigung seiner Stieftochter griff der Täter zur letzten Konsequenz. Während die Ermittler den Fall für abgeschlossen hielten, stellt sich nun eine brisante Frage zur Sicherheit im Revier.

Vergewaltiger flüchtet in den Tod: Selbstmord in Polizeizelle
ThaiRath

PHTSANULOK – Ein 42-Jähriger, der seine erst 14 Jahre alte Stieftochter mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben soll, hat sich in der Arrestzelle mit einer Decke erhängt. Er war erst wenige Stunden zuvor von einer Bürgerwehr gefasst und der Polizei überstellt worden.

Gefunden um 5 Uhr morgens

Am frühen Morgen des 24. Juni meldete ein diensthabender Beamter den Tod eines Beschuldigten in der Arrestzelle der Polizeistation Chat Trakan. Polizeihauptkommissar Chainarong Kongmueang, stellvertretender Ermittlungsinspektor, wurde um 5:00 Uhr alarmiert und fuhr sofort mit Rettungskräften zum Ort.

In der Zelle fanden sie den leblosen Körper von Somjit, 42, der mit einem kurzärmeligen blauen Hemd und einer weißen kurzen Hose bekleidet war. Der Mann hatte sich an den Gitterstäben aufgehängt.

Mit zerrissener Decke erhängt

Laut Polizeibericht nutzte Somjit eine zerrissene Decke, um sich das Leben zu nehmen. Er riss den Stoff in Streifen und verknotete sie zu einer Schlinge. Zugang zu anderen Gegenständen, mit denen er sich hätte verletzen können, hatte er nicht.

Gegen den 42-Jährigen lag ein Haftbefehl des Provinzgerichts Nakhon Thai vor. Die Nummer 27/2026 war am 22. Juni ausgestellt worden – der Vorwurf: Vergewaltigung.

Alkohol und Gewalt in der Ehe

Polizeioberstleutnant Mawin Boonmee, Vize-Chef der Ermittlungen, schilderte den Ermittlern ein zerrüttetes Umfeld. Somjit trank demnach regelmäßig und wurde oft gewalttätig gegen seine Ex-Frau. Kurz vor der mutmaßlichen Vergewaltigung war er völlig ausgerastet, weil er mehr Geld für Alkohol forderte.

Die Ex-Frau hatte die Feldarbeit bereits komplett bezahlt und kein Geld mehr. Aus Wut würgte Somjit sie – danach trennten sich die Wege des Paares endgültig.

Mit Messer bedroht und vergewaltigt

Am 20. Juni eskalierte die Situation völlig. Somjit bedrohte die 14-jährige Stieftochter mit einem Messer und zwang sie, mit ihm in ein Waldstück im Unterbezirk Tha Sakae zu gehen. Dort, in einer abgelegenen Hütte, vergewaltigte er das Mädchen, so die Ermittler.

„Mädchen Klein“, wie sie in einem Pseudonym genannt wird, wartete auf einen unbeobachteten Moment und tippte eine Nachricht an ihren älteren Bruder. Sie bat ihn heimlich, die Polizei zu alarmieren.

Nachricht an den Bruder als stiller Hilfeschrei

Der Plan des Opfers funktionierte, doch Somjit bemerkte die Nachricht und floh in den umliegenden Wald. Sofort begann eine großangelegte Fahndung. Am 23. Juni, drei Tage später, spürten ihn Anwohner und die Bürgerwehr des Dorfes Pong Din Dam in seinem Versteck auf.

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Die Sicherheitskräfte umstellten den Flüchtigen und nahmen ihn widerstandslos fest. Sie übergaben ihn den Ermittlungsbeamten auf der Polizeiwache zur weiteren Strafverfolgung.

Bürgerwehr stellte den Flüchtigen

Die Übergabe an die Polizei erfolgte gestern, am 23. Juni. Noch in derselben Nacht muss Somjit die Gelegenheit gefunden haben, die Decke zu zerreißen und sich zu erhängen. Die genaue Uhrzeit des Suizids ist unklar.

Der diensthabende Arzt des Krankenhauses Chat Trakan und Beamte des forensischen Zentrums 6 sicherten alle Spuren in der Arrestzelle. Die Leiche wurde anschließend zur detaillierten Obduktion in die Gerichtsmedizin des Phutthachinarat-Krankenhauses Phitsanulok gebracht.

Akte geschlossen

Durch den Tod des Beschuldigten ist das Strafverfahren offiziell beendet. Die Familie der 14-Jährigen steht unter Schock und muss nun ohne juristische Aufarbeitung mit dem Geschehenen weiterleben.

Nach Abschluss der rechtsmedizinischen Untersuchung soll die Leiche den Angehörigen für die traditionellen Bestattungsrituale übergeben werden.

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Quelle: Thairath

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