PATTAYA – Ein Brite hat in einem Gästehaus in Pattaya eine Verwalterin mit einer ätzenden Flüssigkeit überschüttet und schwer verletzt, wie der Wochenblitz bereits berichtete. Der 40-jährige Richard Langford wurde kurz darauf festgenommen. Er war auf der Suche nach seiner thailändischen Freundin und behauptet nun, sich mit einer Machete bedroht gefühlt zu haben.
Attacke im Treppenhaus
Es war ein Abend, der in purem Chaos endete. Am 23. Juni stürmte Richard Langford durch ein Gästehaus in der Soi Arunothai 2, klopfte an Türen und suchte verzweifelt nach seiner Lebensgefährtin.
Als er sie nicht fand, soll er eine ätzende Substanz auf die 43-jährige Verwalterin Wirawan Apimethithamrong geschüttet haben. Die Frau erlitt Verletzungen durch die Chemikalie und kam ins Krankenhaus Chonburi.
Bewohnerin hörte Schreie
Eine Bewohnerin namens Rose sah den Mann mit Kappe und Jacke durch die Stockwerke laufen. Er sei zweimal zurückgekehrt, und die Verwalterin habe klargestellt, dass er kein Gast des Hauses sei.
Wenig später hörte Rose Schreie und rannte nach unten. Dort fand sie die Managerin mit starken Schmerzen vor, nachdem die Flüssigkeit auf sie geschüttet worden war.
Festnahme nach Imbiss-Streit
Ein Anwohner gab der Polizei den entscheidenden Hinweis. Langford wurde in der Soi Chalerm Phrakiat 19 nahe der Soi Buakhao gesichtet, wo er sich mit einer thailändischen Frau stritt.
Beamte der Polizei Pattaya nahmen ihn dort widerstandslos fest. Augenzeugen berichteten, er habe lautstark die Rückgabe seines Reisepasses und seines Geldes verlangt, um Thailand verlassen zu können.
Tatverdächtiger spricht von Notwehr
Beim Verhör gab Langford an, ein Glas mit Flüssigkeit gegriffen und geworfen zu haben, ohne zu wissen, dass es sich um eine ätzende Substanz handelte. Er habe an einen Haushaltsreiniger geglaubt.
Er behauptete, ihm sei mit einer Machete gedroht worden und er habe in Notwehr gehandelt. Die Polizei prüft diese Version, bestätigt hat sie die Macheten-Bedrohung bisher nicht.
Pass einbehalten wegen Mietschulden
Seine thailändische Freundin Supranee aus Sisaket räumte ein, den Reisepass an sich genommen zu haben. Langford habe die Unterkunft ohne Mietzahlung verlassen, so die 38-Jährige.
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Sie übergab das Dokument einem Bekannten zur Aufbewahrung. Die Beziehung der beiden dauerte etwa fünf Monate und war laut Supranee von Aggressionen, zerstörtem Eigentum und beschädigten Handys geprägt.
Illegaler Aufenthalt seit Februar
Die Polizei bestätigte, dass Langfords Visum bereits im Februar 2026 ablief. Er hielt sich seither illegal in Thailand auf.
Gegen ihn wurde Anklage wegen Verstoßes gegen das Einwanderungsgesetz erhoben. Weitere Anklagen im Zusammenhang mit dem Angriff auf die Verwalterin sind in Vorbereitung.
Opfer weiter in Behandlung
Wirawan Apimethithamrong wird weiterhin im Krankenhaus Chonburi behandelt. Die Ermittler fanden bei der Tatort-Untersuchung Spuren der Chemikalie auf Kissen und einer Fußmatte am Eingang.
Die Polizei arbeitet mit der Familie der Geschädigten zusammen, um die nächsten rechtlichen Schritte vorzubereiten. Der Brite bleibt in Haft.



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