BAAN NONG NAM DAM, CHACHOENGSAO – Eine nächtliche Konfrontation zwischen einer Dorfschutzgruppe und feiernden ausländischen Arbeitern endete in einem Blutbad mit drei Toten. Ein 24-jähriger Wachmann schoss mehrfach auf eine Gruppe mit Messern bewaffneter Männer und beruft sich auf Notwehr.
Ermahnung eskalierte in wenigen Minuten
Gegen 23:30 Uhr herrschte in einem offenen Gelände nahe Tambon Ko Khanun Partystimmung unter rund 20 Arbeitern aus Myanmar. Die Gruppe feierte lautstark mit Musik und eingeschaltetem Fernlicht ihrer Fahrzeuge, was Anwohner alarmierte.
Mitglieder der örtlichen Dorfschutzgruppe, darunter der spätere Todesschütze Teeraphat Nopthao, gingen zu den Feiernden, um die Ruhestörung zu unterbinden. Die Bitte, leiser zu sein und die Scheinwerfer zu löschen, führte zu einem wütenden Streit, bei dem einer der Ermahner mit einer Flasche niedergeschlagen wurde.
Täter spricht von Todesangst
Laut eigener Aussage gab der 24-jährige Teeraphat zunächst Warnschüsse ab, als die Situation kippte. Doch die Menge ließ sich davon nicht beeindrucken. Rund zehn Arbeiter sollen plötzlich mit Messern und Stichwaffen auf seine zurückweichenden Kollegen eingedrungen sein.
„Ich sah, wie sie mit Messern auf meinen Freund zugingen, und hatte Angst um mein Leben“, schilderte Teeraphat den Beamten der Polizeistation Phanom Sarakham. In Panik feuerte er daraufhin direkt in die angreifende Gruppe und tötete drei Männer.
Drei Tote aus Myanmar, ein Einheimischer schwer verletzt
Die drei Opfer lagen nur wenige Meter voneinander entfernt auf dem Boden. Ihre Identität ist noch unklar, es handelt sich nach Polizeiangaben um Staatsangehörige Myanmars.
Ein weiterer Verletzter, Pichai Dapantha, wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Phanom Sarakham eingeliefert.
Tatort übersät mit 16 Patronenhülsen
Ermittler von Polizeigeneralmajor Kriangkrai Bunson sicherten über 16 abgefeuerte Hülsen. Die Tatwaffe sowie mehrere Messer wurden als Beweismittel beschlagnahmt.
Die Spurensicherung der Provinz Chachoengsao dokumentierte jede Lage der Patronenhülsen akribisch. Die Nachtarbeit dauerte bis in die frühen Morgenstunden, um alle Hinweise für die Akten zu fixieren.
Polizei prüft Notwehr-Angaben genau
Polizeioberstleutnant Manit Buntaeng leitete die Ermittlungen noch in der Nacht ein und informierte umgehend die Spitze der Provinzpolizei. Der Fall ist brisant, denn der Todesschütze agierte offiziell als Mitglied der registrierten Dorfschutzgruppe.
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Die forensische Abteilung wertet nun die Schussbahnen und die Stellungen der Kontrahenten aus. Erst diese Analyse wird zeigen, ob Teeraphats Darstellung einer unmittelbaren Bedrohung durch die Messerstürmer haltbar ist.



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