200 Mio. Daten geleakt: Thailand verschärft IT-Schutz

Hintergrund sind weltweit mehr als 50 Milliarden geleakte Datensätze, darunter über 200 Millionen mit Thailand-Bezug. Für staatliche Stellen ist zudem eine verpflichtende Mehrfaktor-Authentifizierung geplant.

200 Mio. Daten geleakt: Thailand verschärft IT-Schutz
Pattaya Mail

BANGKOK, Thailand – Thailands Ministerium für digitale Wirtschaft und Gesellschaft will fast 30.000 staatliche Informationssysteme prüfen. Hintergrund sind weltweit mehr als 50 Milliarden geleakte Nutzerdatensätze, darunter über 200 Millionen mit Bezug zu Thailand. Die Regierung plant außerdem eine verpflichtende Mehrfaktor-Authentifizierung für staatliche Stellen.

Mehr als 200 Millionen Datensätze mit Thailand-Bezug

Nach Angaben von DES-Minister Chaichanok Chidchob ergab eine Prüfung der Nationalen Cybersicherheitsbehörde, dass weltweit mehr als 50 Milliarden Nutzerdatensätze in geleakten Datenbeständen auftauchen. Mehr als 200 Millionen davon stehen demnach mit Thailand in Verbindung.

Die Zahlen umfassen mehrere Konten und Datenpannen aus unterschiedlichen Zeiträumen. Als mögliche Quellen kommen fast 30.000 staatliche sowie mehr als 35.000 private Systeme infrage.

Staatliche Systeme sollen binnen 15 Tagen geprüft werden

Das Ministerium will die staatlichen Systeme innerhalb von etwa 15 Tagen untersuchen. Dabei soll geklärt werden, welche Anlagen noch aktiv sind und welche abgeschaltet werden sollten.

Die Prüfung soll auch mögliche Sicherheitslücken sichtbar machen. Behörden arbeiten zugleich mit Unternehmen und Organisationen der Zivilgesellschaft zusammen, um mögliche Quellen der Datenlecks zu ermitteln.

Ministerium plant zusätzliche Anmeldung per MFA

Das DES will dem Kabinett vorschlagen, staatliche Stellen zu einem Wechsel von Benutzernamen und Passwörtern zu verpflichten. Geplant ist außerdem der Einsatz einer Mehrfaktor-Authentifizierung.

Diese zusätzliche Sicherheitsebene soll den Zugriff erschweren, wenn Anmeldedaten bereits in falsche Hände geraten sind. Die Maßnahme soll für staatliche Behörden gelten.

Ermittlungen zum Handel mit Personendaten laufen weiter

Für den längerfristigen Schutz der Daten sollen die Cybersicherheits-Infrastruktur und die Standards für die Identitätsprüfung verbessert werden. Die Behörden setzen ihre Untersuchungen zum illegalen Handel mit und zur illegalen Nutzung von Personendaten fort.

Gemeinsam mit dem privaten Sektor und der Zivilgesellschaft wollen die staatlichen Stellen Schwachstellen schließen und das Risiko weiterer Datenlecks verringern.

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Quelle: Pattaya Mail
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Ein Kommentar zu „200 Mio. Daten geleakt: Thailand verschärft IT-Schutz

  1. Gibt es nähere Informationen welche Datenbanken abgegriffen wurden ?

    Welcher Art von Daten ?

    Gibt es Hinweise darauf,, ob Einwanderungsbehörde, Visa oder Grenzkontrolle o.ä. Stellen betroffen sind ?

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