BANGKOK – Ein simpler Preisvergleich zwischen Tuk-Tuk und Ride-Hailing-App bringt in Thailands sozialen Medien ein altes Ärgernis zum Kochen. Ein chinesischer Tourist beschwerte sich öffentlich, weil ihn eine kurze Tuk-Tuk-Fahrt mit 600 Baht das Vierfache des Grab-Preises kosten sollte. Andere Reisende teilen nun massenhaft ihre teils drastischen Erfahrungen mit überzogenen Forderungen.
600 Baht für die Tuk-Tuk-Fahrt
Der Tourist postete auf Threads sein ungläubiges Fazit: „Grab kostet 150 Baht, aber das Tuk-Tuk verlangt 600. Das ist zu teuer.“ Dazu stellte er ein Foto eines geparkten Tuk-Tuks. Der Beitrag verbreitete sich rasend schnell.
Die simple Gegenüberstellung der Preise traf einen Nerv bei vielen Thailand-Reisenden. Die Debatte über die seit Jahren schwankenden und oft viel zu hohen Tuk-Tuk-Tarife flammte sofort wieder auf.
Harte Verhandlung als einziges Rezept
Chinesischsprachige Nutzer überschwemmten den Post mit praktischen Ratschlägen. Der einhellige Tipp: den Preis vor dem Einsteigen aushandeln. Ein Kommentator empfahl, nach 22 Uhr zusätzlich Zeit und etwas mehr Geld einzuplanen, da es dann schwieriger sein kann, überhaupt eine Fahrt zu bekommen.
Andere wurden noch deutlicher. „Handeln Sie den Fahrpreis zuerst aus. Wenn sie nicht zustimmen, gehen Sie einfach weg.“ Dieser Nutzer betonte, erst kürzlich aus Bangkok zurückgekehrt zu sein und aus bitterer Erfahrung zu sprechen.
Ride-Hailing-Apps als Rettungsanker
Viele Reisende sehen Apps wie Grab und Bolt als entscheidende Waffe im Preiskampf. Ein Fahrgast berichtete, ein Tuk-Tuk-Fahrer habe für einen Kilometer 300 Baht verlangt. Ein Bolt-Motorradtaxi hätte für dieselbe Strecke hingegen nur etwas über 40 Baht gekostet.
Die Empfehlung vieler: Vor dem Verhandeln den App-Preis checken und nur einen kleinen Aufschlag akzeptieren. So kann man die oft maßlosen Forderungen direkt mit einem realistischen Vergleichswert kontern.
Zwei Minuten für 2.000 Baht
Die Welle der Kritik wird durch einen parallelen Bericht zusätzlich angeheizt. Einem Tuk-Tuk-Fahrer in Bangkok drohen nun mögliche rechtliche Schritte. Er soll versucht haben, einem Influencer eine Strecke von gerade einmal 700 Metern für 2.000 Baht zu berechnen.
Die gesamte Fahrt hätte laut Bericht nur etwa drei Minuten gedauert. Der Fall schlägt hohe Wellen, weil er die dreiste Touristenabzocke auf die Spitze treibt, die viele Kommentatoren den Fahrern vorwerfen.
Behörden könnten jetzt durchgreifen
Einige Kommentatoren ließen ihrem Frust inzwischen freien Lauf und warfen manchen Fahrern vor, jeden ausländischen Gast nur als laufende Einnahmequelle zu sehen. Ein anderer Nutzer berichtete von einer Forderung über 800 Baht.
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Welche rechtlichen Maßnahmen genau gegen den Fahrer im Influencer-Fall geprüft werden, blieb zunächst unklar. Der öffentliche Druck in den sozialen Medien sorgt jedoch dafür, dass das Thema dieses Mal vielleicht nicht einfach wieder versandet.



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