BANGKOK – Nach der Festnahme eines Thai-Airways-Mitarbeiters in Australien wegen mutmaßlichen Heroinschmuggels zieht Thailands Verkehrsminister Konsequenzen. Phiphat Ratchakitprakarn kündigte am 30. Juni eine Verschärfung der Sicherheitskontrollen an den Flughäfen des Landes an. Er wies zugleich den Vorwurf zurück, die bestehenden Maßnahmen seien nachlässig.
Airline-Mitarbeiter in Australien geschnappt
Die australische Bundespolizei nahm den Mitarbeiter der nationalen Fluglinie unter dem Vorwurf fest, Heroin ins Land geschmuggelt zu haben. Der Fall sorgte im Parlament für kritische Fragen an den Verkehrsminister.
Phiphat betonte, dass Thailand über standardmäßige Kontrollverfahren verfüge und Drogenchecks regelmäßig durchgeführt würden. Eine pauschale Verurteilung der Sicherheitsschleusen nannte er unzutreffend.
„Ich leugne unsere Verantwortung nicht“
Der Minister räumte ein, dass nach dem Vorfall bestimmte Kontrollen verstärkt werden müssen. Gleichzeitig verwies er auf die Arbeit des Amtes für Drogenkontrolle, das mit geheimdienstgestützten Ermittlungen vorgehe.
Er habe die Flughafenbehörde AOT angewiesen, einzelne Maßnahmen zu verschärfen. Welche das konkret sind, ließ er zunächst offen.
Drogenspürhunde blieben der Crew bisher erspart
Besonders das berufliche Vertrauen gegenüber Piloten und Kabinenpersonal steht nun auf dem Prüfstand. Bisher wurden Besatzungsmitglieder auf Sprengstoff und Rauschgift kontrolliert, doch auf den Einsatz von Spürhunden verzichtete man.
„In der Vergangenheit haben wir Piloten und Kabinenpersonal mit gegenseitigem Respekt behandelt. Wer Drogen schmuggeln will, findet Wege, sie zu verstecken“, so Phiphat. „Ich leugne unsere Verantwortung nicht. Wir müssen festlegen, welche Präventivmaßnahmen einzuführen sind.“
Verbindungen nach Down Under bleiben intakt
Trotz des schweren Vorwurfs musste keine einzige Flugverbindung nach Australien gestrichen werden. Der Minister unterstrich, dass die australischen Behörden bei allen ankommenden Passagieren extrem streng kontrollierten.
Von der Einreise von Lebensmitteln bis zur Gepäckdurchleuchtung werde dort jeder Reisende einer genauen Prüfung unterzogen, völlig unabhängig vom Herkunftsland.
Internationaler Ruf soll nicht leiden
Phiphat zeigte sich überzeugt, dass der Fall Thailands Luftfahrt-Reputation nicht beschädigt. Er verwies auf die international anerkannten Standards des Königreichs und eine enge Kooperation mit ausländischen Behörden. Um gegen künftigen Drogenschmuggel besser gewappnet zu sein, wird nun über fortschrittlichere Scantechnologien nachgedacht. Der Minister kann sich Geräte vorstellen, die versteckte Gegenstände im Detail sichtbar machen.
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