KHAO SAMING, TRAT – Ein Routine-Spaziergang endete für einen 66-jährigen Mann mit einem tätlichen Übergriff. Was mit einem Streit begann, eskalierte vor den Augen entsetzter Nachbarn. Tage später fand die Polizei den Mann tot in einer Kautschuk-Plantage.
Kamera zeichnete den Vorfall auf
Die Kamera hielt den gesamten Vorfall fest, bis Passanten den Angreifer stoppen konnten.
Angreifer brachte Opfer in Beiwagen
Der Verdächtige entfernte sich zunächst zu seiner nur 750 Meter entfernten Durian-Plantage. Wenig später kehrte er mit einem blauen Motorrad-Beiwagen zurück und brachte den Mann hinein.
Er fuhr mit dem Opfer davon, während Polizei und Rettungskräfte bereits zum Tatort unterwegs waren. Eine sofort eingeleitete Fahndung lief an, doch von dem 66-Jährigen fehlte zunächst jede Spur.
Blutspuren und Waffen auf Plantage entdeckt
Die Beamten durchsuchten die Plantage des Tatverdächtigen und stießen dort auf Spuren. Sie stellten Waffen sicher.
Vom Opfer selbst oder dem Beiwagen war weit und breit nichts zu sehen. Taucher begannen, einen nahegelegenen Teich zu durchkämmen, weil die Ermittler vermuteten, dass die Leiche dort entsorgt worden sein könnte.
Festnahme spät in der Nacht – und eine hanebüchene Geschichte
Um 23.05 Uhr, rund sechs Stunden nach dem Angriff, klickten schließlich die Handschellen. Die Polizei fasste Withawat in einem Haus in der Nähe des Wat Bamron im Bezirk Muang.
Am Verhör auf der Wache Khao Saming sagte er aus, das Opfer sei aus dem Beiwagen gesprungen. Eine Entsorgung der Leiche bestritt er vehement. Die Beamten stuften seine Angaben als widersprüchlich ein und hielten sie für wenig glaubwürdig.
Die grausige Entdeckung in der Kautschuk-Plantage
Am Mittwoch, gegen 10.10 Uhr, endete die Suche mit einem schrecklichen Fund. In einer Kautschuk-Plantage, etwa 1,8 Kilometer vom Angriffsort entfernt, lag die Leiche von Boonyu Samjai.
Die Polizei riegelte das Gebiet umgehend für eine forensische Untersuchung ab. Anschließend wurde der Leichnam zur Obduktion gebracht, um die genaue Todesursache zu klären.
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Versenkter Beiwagen aus Stausee gezogen
Die entscheidende Spur führte die Ermittler schließlich 5,8 Kilometer weiter zum Ta Kad Reservoir. Dort bargen Einsatzkräfte den untergetauchten, blauen Motorrad-Beiwagen aus dem Wasser.
Im Fahrzeuginneren fanden die Beamten einen blauen Kunststoffbehälter. Ob er für den Transport der Leiche verwendet wurde, ist noch Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
„Ich will, dass der Täter die Konsequenzen spürt“
Die Schwester des Opfers, Ratsami Samjai, steht unter Schock. Sie sagte, ihr Bruder sei erst vor weniger als einem Jahr in die Gegend gezogen und habe den Angreifer überhaupt nicht gekannt.
Boonyu habe sich regelmäßig mit Spaziergängen fit gehalten. Das direkte Zitat der 55-Jährigen: „Ich will, dass der Täter die Konsequenzen für das trägt, was er getan hat.“
Flucht mit unfreiwilliger Hilfe von Anwohnern
Brisante Details kamen auch zur Flucht des Verdächtigen ans Licht. Ein Anwohner berichtete Reportern, er habe dem Mann unwissentlich geholfen, nachdem dieser behauptete, sein Fahrzeug habe kein Benzin mehr.
Erst später erkannte der Anwohner, dass es sich um die gesuchte Person handelte. Dorfvorsteher Phongsan Kruapinchai ergänzte, der Flüchtige sei sogar in einem Beiwagen eines Anwohners an einer Polizeikontrolle vorbeigeschmuggelt worden.
Widersprüchliche Aussagen und eine mögliche Drogenvergangenheit
Die Polizei ermittelt weiter zum genauen Motiv der brutalen Attacke. Völlig unklar ist derzeit, warum der 32-Jährige den Spaziergänger scheinbar grundlos ansprach und attackierte.
Parallel prüfen die Beamten Berichte, wonach der Verdächtige in der Vergangenheit mit Drogen zu tun hatte. Abschließende Ergebnisse zu den Hintergründen stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch aus.



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