JAKARTA – Indonesische Fahnder haben einen massiven Cannabis-Schmuggel aufgedeckt und 3,37 Tonnen Blüten sichergestellt. Die Drogen kamen aus Thailand und waren bereits im Land.
3,37 Tonnen in Koffern und Gummiboxen
Die Drogenfahnder der Nationalen Drogenbekämpfungsbehörde schlugen Ende Juni und Anfang Juli zu. In einer koordinierten Aktion in mehreren Städten beschlagnahmten sie die gewaltige Menge an Cannabis-Blüten.
Die Lieferung aus Thailand war in der Provinz Ost-Java gestoppt worden. Versteckt waren die Blüten in gewöhnlichen Koffern und speziellen Gummiboxen – eine Tarnung, die zunächst aufging, dann aber doch aufflog.
12 Köpfe der Bande geschnappt
Insgesamt klickten bei den Razzien vom 29. Juni bis 1. Juli die Handschellen für 12 Verdächtige. Laut Behördenchef Suyudi Ario Seto gehört das Netzwerk erst kürzlich gegründet und hat auch ausländische Mitglieder.
Zur genauen Zahl der festgenommenen Ausländer machten die Beamten zunächst keine Angaben. Die Ermittlungen gegen die Bande laufen auf Hochtouren.
Ziel war die Vape-Produktion
Die sichergestellten Cannabis-Blüten waren nicht für den einfachen Straßenverkauf gedacht. Nach Erkenntnissen der Ermittler sollten sie zu cannabis-haltigen Liquids für E-Zigaretten verarbeitet werden.
Die fertigen Vape-Produkte waren dann für den Vertrieb in Städten wie Jakarta und Bali vorgesehen. Die National Narcotics Agency gab an, dass das Netzwerk kürzlich gegründet wurde und ausländische Staatsangehörige umfasst.
Drakonische Gesetze als drohendes Damoklesschwert
In Indonesien gelten einige der härtesten Anti-Drogen-Gesetze weltweit. Den zwölf Verdächtigen drohen nun drastische Strafen, die im schlimmsten Fall bis zur Todesstrafe reichen können.
Internationale Schlagzeilen machte zuletzt der Fall der „Bali Nine“. Zwei australische Rädelsführer dieser Heroin-Schmugglerbande wurden 2015 hingerichtet, was eine schwere diplomatische Krise mit Australien auslöste.



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